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Geprüft und zugelassen.
Eine immer aktuelle Übersicht der zugelassenen Lehrwerke zum Bildungsplan 2016 finden Sie auf der Website des Landesbildungsservers.

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Wir sind für Sie da: mit unseren Schulberatern bei Ihnen vor Ort sowie in unseren beiden
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Der neue Bildungsplan für Baden-Württemberg

Wir unterstützen Sie von Anfang an

Bild von Helmut Stolzenburg  Vertriebsleitung Baden-Württemberg

Ab dem Schuljahr 2016/17 tritt schrittweise der neue Bildungsplan für die Allgemeinbildenden Schulen in Kraft. Leitgedanken seiner Entwicklung sind höhere Durchlässigkeit zwischen den Schulformen der Sekundarstufe I, Schaffung eines schulformübergreifenden Fächerkanons unter Aufhebung der meisten Fachverbünde, Stärkung der Fachinhalte, Auch didaktisch setzt der Bildungsplan neue Akzente: Angebote für den Umgang mit heterogenen Lerngruppen, für individuelles Lernen, zum Fördern und Fordern sind hier einige der Stichworte.

Für Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen stellt sich mit dem neuen Bildungsplan häufig die Frage nach neuen Lehrwerken, die den genannten Entwicklungen Rechnung tragen und Ihnen beim erfolgreichen Unterrichten helfen. Der Cornelsen Verlag hat das Wissen und Können vieler Ihrer Kolleginnen und Kollegen aus Schule und Hochschule, Lehreraus- und -fortbildung in eine neue Generation von Lehrwerken für fast alle Schulformen und Fächer fließen lassen – passgenau zum neuen Bildungsplan.

Auf dieser Seite finden Sie auf aktuellem Stand alle relevanten Informationen zu unseren neuen Lehrwerken und dem reichhaltigen Serviceangebot rundherum.

Übrigens: Die meisten unserer neuen Lehrwerke können Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler auch digital nutzen: Überzeugen Sie sich von den Vorteilen unseres digitalen Angebots auf unserer Lernplattform unter www.scook.de

Für Ihren Unterricht wünsche ich Ihnen viel Erfolg und Freude!

Herzliche Grüße
Helmut Stolzenburg
Vertriebsleitung Baden-Württemberg

Als erstes Land hat Baden-Württemberg 2004 seine Bildungspläne für allgemeinbildende Schulen vollständig auf kompetenzorientierte Bildungspläne umgestellt. Durch die Reduzierung von Inhalten wurden den Schulen größere Freiräume und mehr Flexibilität eingeräumt. Ein erklärtes Ziel des Bildungsplans 2004 war neben der Implementierung der inhaltlichen und formalen Neuerungen auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der beschlossenen Standards.

Im Mittelpunkt des neuen Bildungsplans für die weiterentwickelten Werkrealschulen, der 2012 in Kraft trat, stand unter anderem die breiter angelegte Berufsorientierung. Die Fächer „Berufsorientierende Bildung“ und „Kompetenztraining“ kamen neu hinzu.

Mit der Bildungsplanreform 2016 soll nun die Bildungsgerechtigkeit in Baden-Württemberg noch weiter gestärkt werden – indem Anforderungen klarer formuliert werden, Bildungshürden abgebaut werden und auf diese Weise eine höhere Durchlässigkeit im gesamten Bildungssystem entstehen kann. So will das Land Baden-Württemberg der zunehmenden Heterogenität mit noch mehr Kompetenzorientierung und begleitenden Umsetzungshilfen begegnen. Die Möglichkeiten der individuellen Förderung werden verstärkt.

Der neue Bildungsplan wird im Schuljahr 2016/17 in den Klassen 1 und 2 der Grundschule sowie in den Klassen 5 und 6 der allgemeinbildenden weiterführenden Schulen eingeführt. Bis zum Schuljahr 2023/24 soll er sich dann sukzessive über alle Klassenstufen erstrecken.

Leitperspektiven sind zukunftsorientierte handlungsleitende Themen, die fächerübergreifend behandelt werden. Die entsprechenden Vorgaben sollen dabei helfen, dass Kinder und Jugendliche die von ihnen geforderten Kompetenzen erwerben. Bildungs- und Erziehungsziele werden in den Leitperspektiven konkretisiert.

Die allgemeinen Leitperspektiven betreffen die Stärkung der Persönlichkeit, die Teilhabe und die Gemeinschaftsbildung:

  • • Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • • Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt
  • • Prävention und Gesundheitsförderung
  • Die themenspezifischen Leitperspektiven haben vor allem die Orientierung der Schülerinnen und Schüler in der modernen Lebenswelt zum Ziel. Es sind:

  • • Berufliche Orientierung
  • • Medienbildung
  • • Verbraucherbildung
  • „Mit dem Begriff Kompetenzen ist ausgedrückt, dass die Bildungsstandards – anders als Lehrpläne und Rahmenrichtlinien – nicht auf Listen von Lehrstoffen und Lerninhalten zurückgreifen, um Bildungsziele zu konkretisieren.“

    Zu unpräzise Kompetenzformulierungen waren einer der Hauptgründe für die aktuelle Bildungsplanreform in Baden-Württemberg. Die neuen Bildungspläne sollen die Anforderungen konkreter darstellen und so eine Grundlage schaffen, auf der die fachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler deutlicher gestärkt werden können. Dazu wird der Ansatz des vernetzten fächerübergreifenden und -verbindenden Lernens weiterverfolgt. An den weiterführenden Schulen äußert sich dies beispielsweise in der Ausweisung eines gesellschaftswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Fächerfeldes.

    Einer für alle: Eine wesentliche Neuerung des gemeinsamen Bildungsplans für die Sekundarstufe I ist, dass die Bildungsstandards nicht einzelnen Schularten oder Klassenstufen zugeordnet werden, sondern abschlussbezogen gestaltet sind. Kompetenzen und Inhalte sind schulartübergreifend aufeinander abgestimmt.

    Der Bildungsplan Sek. I wird für Werkrealschulen/Hauptschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen gelten. Unterschiede zwischen den Bildungsgängen äußern sich in verschiedenen Fächern bzw. Fächerverbünden und werden durch drei verschiedene Anspruchsniveaus konkretisiert, die das Erreichen des jeweiligen Abschlusses ermöglichen. Der Bildungsplan des Gymnasiums korrespondiert eng mit dem Bildungsplan Sekundarstufe I.

    Der bisherige Fächerverbund Mensch – Natur – Kultur der Grundschule wird zur Stärkung der Fachlichkeit weiterentwickelt, das heißt, es wird im neuen Bildungsplan drei Fächer geben: Sachunterricht, Kunst/Werken und Musik.

    In allen auf die Grundschule aufbauenden allgemeinbildenden Schularten wird in den 5. und 6. Klassen der neue Fächerverbund Biologie, Naturphänomene und Technik eingeführt.

    An Werkrealschulen/Hauptschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen kommt ab Klasse 7 ein neues Wahlpflichtfach hinzu: Alltagskultur, Ernährung, Soziales. Es ist als Ersatz für das bisherige Wahlpflichtfach „Mensch und Umwelt“ in Realschulen und „Gesundheit und Soziales“ in Werkrealschulen/Hauptschulen gedacht. Auch Inhalte des bisherigen Fächerverbunds „Wirtschaft-Arbeit-Gesundheit“ der Werkrealschule/Hauptschule fließen hier mit ein.

    Außerdem neu ab Klasse 7 an Werkrealschulen/Hauptschulen, Realschulen und Gemeinschaftsschulen: das Fach Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung. In Gymnasien wird es ab Klasse 8 eingeführt.

    In den Schuljahren 2013/14 und 2014/15 wurden die neuen Bildungspläne für Baden-Württemberg einer umfassenden Erprobung unterzogen. Seit dem 14. September 2015 liegen die Anhörungsfassungen vor. Bis Ende Oktober 2015 konnten alle Interessierten diese Fassungen auf der Online-Plattform des Kultusministeriums einsehen und Stellung dazu beziehen. Vor allem Lehrkräfte machten von dieser Möglichkeit regen Gebrauch, setzten sich intensiv mit den Inhalten auseinander, prüften die Fakten und gaben Rückmeldungen ab.

    Im Frühjahr 2016 wird das Kultusministerium exemplarisch die wesentlichen Anhörungsergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen. Nach der formellen Anhörung werden die Bildungspläne dann in einem letzten Überarbeitungsdurchgang in ihre endgültige Form gebracht.

    Die Bildungspläne treten am 1. August 2016 in Kraft und stehen vor den Sommerferien 2016 unter www.bildungsplaene-bw.de zur Verfügung. Die Schulen werden mit einer gedruckten Fassung, die Lehrkräfte mit digitalen Versionen ausgestattet. Fachfortbildungen für Lehrkräfte, Informationen für Schulleitungen und Angebote für alle Schulen unterstützen die Implementierung der neuen Bildungspläne.