www.cornelsen.de
www.cornelsen.de   Newsletter ::Kundenservice ::Kontakt ::Impressum
kontext_visual.jpg kontext_claim
Blickpunkt Bildung Schule und Unterricht gestalten Praxis-Ratgeber-Schule  
blank link_arrow_s Startseite
blank
Blickpunkt Bildung
blank - Cybermobbing – der öffentliche Rufmord
blank - Das Handy im Unterricht
blank - Das Portfolio
blank - Schüler und ihr Klassenlehrer
blank - Atomkraft als Schulthema
blank - Gewalt unterbinden
blank - Jungen als Jungen behandeln
blank - Kultur für Kinder
blank - Lehrerbewertung im Internet
blank - Lernen in Schülerfirmen
blank - Lerninitiativen
blank - Lesekompetenz/ Lesestrategie
blank - Methodenkompetenz fördern
blank - Mobbing
blank - Musikkultur in der Schule
blank - Plagiate erkennen
blank - Schüler für Forschung begeistern
blank - Schülergerichte
blank - Schulidentität
blank - Schulsponsoring
blank - Was tun bei Verwahrlosung?
Kultur für Kinder

blank Trotz der anhaltenden Bildungsdebatte führt die ästhetische Bildung noch immer ein Dasein im Schatten der Förderung der rationalen Fähigkeiten. Aber gerade die beruhen auf der Ausbildung von Kreativität. Lassen Sie sich durch den Artikel zu eigenen kulturellen Projekten mit Ihren Schülern inspirieren.

link_arrow_down Gewinn für Schüler und Schule link_arrow_down Kultur eröffnet Horizonte
link_arrow_down Kinder als Künstler: Experten-Zitate link_arrow_down Inspirierende Projekte

link_arrow_downLinks zum Thema
blank
Gewinn für Schüler und Schule link_arrow_top 
Ästhetische Erziehung öffnet Kindern den Blick für den Reichtum ihrer eigenen Kreativität. Die Erfahrung, welche Gipfel man stürmen kann, ist die eine Seite, die Kultur (nicht nur für Kinder!) bereithält. Die andere Seite ist die mindestens ebenso wertvolle Erfahrung, dass die luftigen Höhen nur durch einen bisweilen sehr mühsamen Aufstieg erreicht werden können, man aber durch die Neuentdeckung der Welt überreich belohnt wird. Die Auseinandersetzung mit Kultur fördert die Schlüsselkompetenzen Kreativität, Teamfähigkeit, Flexibilität, Leistungsbereitschaft und Toleranz. Sich selber als Künstler zu erfahren, legt einem die Welt zu Füßen.

Neben der individuellen Bereicherung wirkt sich Kultur auch positiv auf den schulischen Alltag aus. Kultur zu schaffen bietet die Chance, formelles und informelles Lernen verstärkt und synergetisch aufeinander zu beziehen. Schiller hat treffend in einem seiner Briefe bemerkt: „Gleich so wie der Spieltrieb sich regt, …, wird ihm auch der nachahmende Bildungstrieb folgen (…).“ Die Beschäftigung mit Kultur hat eine positive Wirkung auf die Lernbereitschaft der Schüler. So hat Royston Maldoom, Choreograph des Tanzprojektes Rhythm is it, erklärt: „Vor einem Publikum wird Adrenalin für eine 200%ige Steigerung der Leistungsstärke freigesetzt.“ Die Erfahrung, zu welcher Leistung sie fähig sind, hat eine äußerst motivierende Wirkung auf die Schüler.

Neben Kind und Unterricht profitiert langfristig die Gesellschaft von ästhetischer Erziehung. Am Beispiel des Tanzes mit mehreren Tänzern auf einer Bühne oder in einem Raum sieht man, wie alles sich fügt, jeder seinem eigenen Kopf zu folgen scheint und doch nie dem anderen in den Weg tritt. So wird eine Tanzaufführung Sinnbild der gelungenen Verbindung der Freiheit des Einzelnen mit der Freiheit der anderen. Der ästhetische Bereich wird zum Vorbild für das Soziale. Die Gesellschaft braucht Kultur, um zukunftsfähig zu sein. Die junge Generation ist der Verantwortungsträger für die Kultur von morgen. Im Koalitionsvertrag zum Thema Kultur- und Medienpolitik heißt es: „Kulturförderung ist keine Subvention, sondern Investition in die Zukunft.“ Und Kulturstaatsminister Bernd Neumann möchte Kultur im Grundgesetz verankert sehen.
Kultur eröffnet Horizonte link_arrow_top 
Kognitive Funktionen werden früh angelegt und die Entwicklungsfenster für den Erwerb bestimmter sozialer Kompetenzen gehen irgendwann zu. Der Mensch muss dann mit den Neuronenverbindungen, die er bis dahin erworben hat, auskommen. Die Notwendigkeit ästhetischer Bildung für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist wissenschaftlich belegt. Lernt man bis zum Alter von fünf Jahren eine Sprache oder ein Instrument, fällt das Lernen einer neuen Sprache später wesentlich leichter. Und gerade im frühen Kindes- und Jungendalter ist die Aufnahmekapazität enorm.

Kultur zu schaffen eröffnet Horizonte und erschließt eine vielfach lesbare Wirklichkeit. Die Wirklichkeit wird dadurch mit Alternativen konfrontiert, und die Inspiration dazu ist nicht der Wirklichkeit, sondern der Kunst zu entnehmen. Der kontemplative Akt birgt auch die Möglichkeit, sich selber anders zu sehen, in Frage zu stellen und dadurch neu zu definieren. Es kann in ständigen Prozessen eine Identität entwickelt werden, von der aus man der Welt begegnen kann. Künstler werden gerade deshalb zu besonderen Wesen erhoben, weil sie die eigenen Empfindungen in der Öffentlichkeit deutlich und ungehemmt zum Ausdruck bringen können.

Und es werden Grenzen aufgelöst. Zum einen verschwinden die körperlichen Grenzen, sowohl die räumlichen als auch die, die dem Körper durch Hunger, Durst oder Müdigkeit gesetzt sind. Pablo Picasso arbeitete von zwei Uhr nachmittags bis elf Uhr abends, ohne dass er eine Pause machte, um etwas zu essen. Er stand drei bis vier Stunden ununterbrochen vor der Leinwand. Gefragt, ob es ihn nicht ermüde, sagte er. „Nein. Während ich male, lasse ich meinen Körper draußen vor der Tür wie die Moslems ihre Schuhe vor der Moschee.“ Zum anderen lösen sich die zeitlichen Grenzen auf. Im kontemplativen Akt ist das Gespür für Zeit ein völlig anderes. Stunden können einem sehr kurz erscheinen, Minuten können sich unendlich ausdehnen. Ein Schüler aus dem Education-Projekt Rhythm is it! sagte über Strawinskys Sacre du printemps: „Ich kann mich jetzt hinsetzten und die Musik anmachen und die halbe Stunde ist in zehn Minuten vorbei.“

Möglichkeitssinn, Identitätsfindung und Grenzüberwindung sind die Merkmale des kulturellen Schaffens. Sich selber zu erweitern und dadurch neu zu entfalten setzt die Kraft frei, der Welt zu begegnen. Und hier findet sich eines der wichtigsten Angebote der Kunst: das Aufspüren der eigenen Antriebsbasis.
Kinder als Künstler: Experten-Zitate link_arrow_top 
Nach wissenschaftlicher Durchleuchtung aus der Sicht der Erwachsenen kommen jetzt die wahren Experten zu Worte. Die Zitate sind von Kinder und Jugendlichen, die im Tanzprojekt Tanz macht Schule des Staatstheaters München mitgewirkt haben.

„Und als sich dann einige Jungs gemeldet haben, haben die anderen aus dem Kurs erst einmal sehr gelacht. … Aber im Mai werden sich alle wundern.“

„Die Energie und die Konzentration finde ich beim Tanzen ganz wichtig.“

„Ich glaube, Alan will uns vor allem Selbstvertrauen beibringen, dass man nicht immer denkt, wie sehe ich gerade aus, sind die Haare in Ordnung … das alles wird Nebensache.“

„Nach diesen Trainings geht man mit einem Selbstbewusstsein nach Hause, das ist kaum zu beschreiben.“

„Mein Tanzpartner hat mich hochgehoben. Ich dachte noch, mein Gott, wie will der das bloß schaffen? Es ist alles viel einfacher, als man denkt.“

„Ich hatte ein bisschen Sorge, dass sie vielleicht als Profis auf uns herabblicken, aber wir haben uns von Anfang an super verstanden.“

„Man ist gleich viel besser drauf. Sonst ist man oft den ganzen Tag über müde, aber wenn man hier tanzt, dann fühlt man sich auf einmal wieder lebendig.“

„Es ist wichtig zu lernen, wie man mit Nervosität und Lampenfieber umgeht.“

Auch die Großen können die Welt neu entdecken. Sir Simon Rattle sagte über seine Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern: “When I first came to the Orchestra here, I felt like I had found a voice, that I’ve never had and I had always been searching for.”
Inspirierende Projekte link_arrow_top 
Um Kunst und Kultur fest im Leben von Kindern und Jungendlichen zu verankern, muss ihnen geholfen werden, einen Draht zu Kunst und Kultur zu entwickeln. Beispielhaft werden hier einige Initiativen und Projekte zur Verknüpfung von Schule und Kultur vorgestellt.

Das weitaus bekannteste Projekt ist sicherlich Rhythm is it!, in dem 200 Schüler in Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle Strawinskys Ballett Sacre du printemps getanzt haben. Der Choreograph Royston Maldoom, der mit den Schülern den Tanz einstudiert hat, hat bewusst einen pädagogischen Anspruch verfolgt. Sein Ziel ist es, „Tanz als Werkzeug für die persönliche Entwicklung und den sozialen Wandel“ einzusetzen.

Das Land Nordrhein-Westfalen plant unter dem Titel „Kultur macht Schule“ Workshops zur eigenen kreativen Erfahrung. Mit Beginn des Schuljahres 2006/2007 soll der Schulalltag durch zusätzliche künstlerisch-kulturelle Projekte bereichert werden. Und in der Berliner Rütli-Schule kam erst die Polizei und dann die Young Americans (YA), eine Tanzkompanie aus den Staaten, die mit Workshops durch Schulen in der ganzen Welt tourt, um die Lernatmosphäre positiv zu beeinflussen. Die YA hatten in einer anderen Schule von den Problemen erfahren und der Rütli-Schule die Einstudierung eines Musicals geschenkt. 200 Schüler, Lehrer und Profi-Tänzer studierten ein Musical ein und führten es Ende Mai in der Arena in Berlin auf.

Eigene Projektideen kann man beim Wettbewerb Kinder zum Olymp einreichen. Der Wettbewerb umfasst die Bereiche bildende Kunst, Architektur und Kulturgeschichte, Film und Neue Medien, Musik, Musiktheater, Tanz und Theater. Es mangelt nicht an Möglichkeiten, seine Ideen unterzubringen. Als mögliche Kooperationspartner kommen Museen, Galerien, Theater, Bibliotheken, Literaturhäuser, Opernhäuser, Puppentheater, Orchester, Tanztheater, Bands, Musikschulen und Tanzkompanien in Frage. Eine inspirierende Liste mit wunderbaren Projektbeispielen findet sich in der Datenbank „Praxisbeispiele“ von Kinder zum Olymp. Startschuss für den Wettbewerb 2006/07 ist ab 1.Oktober 2006. Genug Zeit für Lehrer, mit Schülern Ideen zu entwickeln und auf den Weg zu bringen.

Als die Schüler die Generalprobe von Sacre du printemps in der Berliner Phiharmonie zu Live-Orchester getanzt haben, beugt sich Sir Simon zu Maldoom und raunt ihm zu: „Royston, this is fucking unbelievable.“ Er hat Recht. Probieren Sie es aus!
Links zum Thema:


Kultur macht Schule
http://www.kultur-macht-schule.de/
Website der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) zum Projekt "Kultur macht Schule". Die BKJ forderte eine verstärkte Vernetzung der Ressorts Bildung, Jugendhilfe und Kultur auf allen Ebenen in Politik und Praxis.


Die Zukunft der kulturellen Bildung hat begonnen
http://www.ganztagsschulen.org/7371.php
Informationen zum Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB) und zum dreijährigen Modellprojekt "Kultur macht Schule".

Suche


Cornelsen Shop

Das gesamte Verlagsangebot recherchieren und Ihre persönlichen Prüfstückangebote sofort online bestellen.
Linkpfeilwww.cornelsen-shop.de

Newsletter

Kostenlos und aktuell:
Lassen Sie sich regelmäßig per E-Mail über Ihr Fach, persönliche Angebote und Veranstaltungen informieren.
Zur Übersicht

Informationszentren

Recherchieren, auswählen und zu reduzierten Prüfpreisen gleich mitnehmen!
LinkpfeilÜbersicht Infozentren

Hilbert Meyer

In seinem neuen Buch beantwortet Hilbert Meyer die Frage: Was ist guter Unterricht?
LinkpfeilMehr Info

Best of SchulRecht!

Seien Sie rechtlich auf der sicheren Seite: jeden Monat stellen wir Ihnen kostenlos 3 Schulrechtsfälle vor.
LinkpfeilZu den Schulrechtsfällen