Interkulturelle Schulentwicklung
Ein Leitfaden von Lehrkräften mit Migrationsgeschichte
Wer in Russland eine Fünf bekommt, ist richtig gut. Das weiß jeder, der sich schon mal ein bisschen mit dem Land oder der russischen Sprache beschäftigt hat. So wie die mehr als 5400 Schüler, die im vergangenen Jahr in ganz Deutschland beim Bundescup „Spielend Russisch lernen“ mitgemacht haben. In diesem Jahr feiert der Bundescup sein fünftes Jubiläum – ein Grund, stolz zu sein. So wie der Fünferschüler in Moskau.
Fünf Jahre Bundescup – das sind mehr als 20.000 Schüler aus 16 Bundesländern, die in gut 1000 schulinternen Runden Vokabeln gepaukt und auf Würfelglück gehofft haben. Nur wer als Team funktioniert, hat die Chance, am Ende weiterzukommen. Gewonnen haben immer alle, die bei dem Sprachturnier „Spielend Russisch lernen“ dabei waren – seien es ein paar russische Worte, neue Freunde, Tickets für ein Bundesligaspiel auf Schalke oder sogar eine Reise nach Moskau. Die Motivation für das Deutsch-Russische Forum, das den Sprachwettbewerb seit 2008 organisiert, ist nach wie vor die gleiche: „Wir wollen junge Leute neugierig auf Russisch machen“, sagt Martin Hoffmann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutsch-Russischen Forums. Ein wichtiger Aspekt des Bundescups ist die Integration von drei Zielgruppen: zum einen die Jugendlichen, die Russisch als Muttersprache mit nach Deutschland gebracht haben, dann die Schüler, die Russisch in der Schule lernen und diejenigen, die praktisch noch keine Erfahrung mit dem Russischen haben. „Das ist wie beim Fußball – die Spieler haben alle einen unterschiedlichen kulturellen Hintergrund, aber sie wollen gemeinsam kicken und gewinnen. Es zählen Teamgeist, Konzentration und Können, das schweißt zusammen“, sagt Alexander Jobst Vorstand des FC Schalke 04, der bereits zum fünften Mal zum großen Finale in seine Arena in Gelsenkirchen einlädt. Ebenfalls von Anfang an unterstützt Gazprom Germania als Hauptsponsor das Sprachturnier. Der Bundescup steht allen Schularten und Schülern der Mittel- und Oberstufe offen. Lehrerinnen und Lehrer können die Teilnahme ihrer Teams bis zum 30. April anmelden.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.spielendrussisch.de. Außerdem auf Facebook www.facebook.com/spielendrussisch, wo man auch aktuelle Veranstaltungshinweise, Gewinnspiele und Fotos findet.
Kooperationspartner des Projekts sind die Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch, das Goethe-Institut Russland, der Deutsche Russischlehrerverband und der Fachverband Russisch und Mehrsprachigkeit. Neben Gazprom Germania wird der Bundescup auch von der Wintershall Holding, dem Fond Russkij Mir, dem Cornelsen Verlag, dem FC Schalke 04 und Lernidee Erlebnisreisen gefördert.