Wolfgang Biederstädt

Schulleiter an der Eichendorff-Realschule

Zur Person: Wolfgang Biederstädt ist Englischlehrer aus Leidenschaft und Schulleiter an der Eichendorff-Realschule in Köln. Er arbeitet als Herausgeber und Berater für aktuelle Lehrwerke und ist in der Lehrerfortbildung aktiv. Auf zahlreichen Fortbildungen gibt er seine Erfahrungen bundesweit an Kolleginnen und Kollegen weiter.

Was treibt Sie an?
Wolfgang Biederstädt: „Für mich war und ist es immer die Herausforderung, den Draht zu den Kindern und Jugendlichen nicht zu verlieren, sie zu verstehen, ihre Ängste und Nöte, ihre Freude wahrzunehmen, aber auch gleichzeitig mit ganzem Herzen dafür zu sorgen, ihre Persönlichkeit, ihr Lern- und Sozialverhalten so zu fördern, dass sie nach der Schulzeit nicht nur die Schule und ihre Lehrer/innen in guter Erinnerung behalten, sondern dass ihnen der Abschluss, den sie mit meiner und unserer Hilfe erworben haben, auch einen guten und befriedigenden Anschluss ermöglicht.“

Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Wolfgang Biederstädt: „Nur wenn ich die Kinder und Jugendlichen als Mensch erreiche, kann ich ihnen erfolgreich helfen, neue Dinge zu lernen und sich dafür anzustrengen. Die Schülerinnen und Schüler müssen immer das Gefühl haben, dass man sie nicht nur respektiert, sondern auch versucht zu verstehen und dass man sich für sie einsetzt. Das bedeutet durchaus auch, konsequent zu sein, Respekt einzufordern und Grenzen zu setzen.“

Worauf sind Sie stolz?
Wolfgang Biederstädt: „Als Fremdsprachenlehrer geht mir jedes Mal das Herz auf, wenn ich einer Schülerin oder einem Schüler am Ende der Klasse 10 ein Abschlusszeugnis überreiche, das die Ziele der Mehrsprachigkeit, wie wir sie uns in Europa schon seit längerem wünschen, voll widerspiegelt. Manche unserer Jugendlichen mit Migrationshintergrund haben dann Kenntnisse und Kompetenzen in fünf modernen europäischen Sprachen erworben, eine wahrhaft zufriedenstellende Leistung! Gleichzeitig sind diese Jugendlichen gute Beispiele für eine gelungene Integration bei gleichzeitiger Achtung und Wahrung der eigenen Kultur.“