Volker Berchtold

Latein-, Griechisch- und Italienischlehrer am Karlsgymnasium München

Zur Person: Volker Berchtold unterrichtet am Karlsgymnasium München. Als Lehrer für Latein, Griechisch und Italienisch kennt er die Anforderungen und Entwicklungen von Gymnasien genau. Der bayerische Oberstudienrat ist Lehrbeauftragter an der LMU München in der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften Griechische und Lateinische Philologie. Als Seminarlehrer für das Fach Latein ist er in der Ausbildung von Lateinlehrkräften tätig und ist Mitglied diverser Arbeitskreise des bayerischen Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung (ISB). Darüber hinaus entwickelt er seit vielen Jahren Latein-Lehrwerke und ist Herausgeber der Reihe „Adeamus!“ vom Oldenbourg Schulbuchverlag.

Warum haben Sie sich für den Lehrerberuf entschieden?
Volker Berchtold: „Am Anfang stand die große Liebe zu den Alten Sprachen. Nicht zuletzt durch meinen Zivildienst in einer Einrichtung für behinderte Kinder wurde mir bewusst, dass Griechisch und Latein zwar das Zentrum meiner fachlichen Interessen darstellen, dass für mich das menschliche Miteinander und die Begleitung von Kindern und Jugendlichen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden nicht weniger von Bedeutung sind. Der Lehrerberuf gibt mir die einmalige Gelegenheit, das Fachliche mit dem Menschlichen zu verbinden.“

Worauf kommt es beim Lehrersein an?
Volker Berchtold: „… auf das Interesse am Fach und am Mitmenschen. – Die Reihenfolge ist dabei beliebig.“

Was sind derzeit Ihre größten Herausforderungen?
Volker Berchtold: „… den Kindern und Jugendlichen die richtige Unterstützung zu geben, damit sie vom Wert der Alten Sprachen profitieren können und die – teilweise durchaus anstrengende – Auseinandersetzung mit den Gegenständen wenigstens langfristig als persönliche Bereicherung zu betrachten.“

Wann geht Ihnen das Herz auf?
Volker Berchtold: „Wenn ich spüre, dass mir die Schülerinnen und Schüler vertrauen, und wenn sie sich ein klein wenig für Latein und Griechisch begeistern können. Der Schulalltag hält aber durchaus viele Situationen bereit, in denen einem das Herz aufgehen kann.“