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Lesen lernen
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Leseförderung

Digitale Leseförderung und Praxis-Tipps

Lesen ist eine Schlüsselqualifikation und entscheidend für Lernerfolg. Auf der Leseförderung liegt in der Grundschule daher ein besonderes Augenmerk. Mit Praxis-Tipps und unserer digitalen Leseförderung Leseo wird das Lesen zum Kinderspiel.

Kinder für das Lesen begeistern und Lesekompetenz fördern

Nur wer über eine gute Lesekompetenz verfügt, kommt in Schule, Beruf und im gesellschaftlichen Leben gut zurecht. Im digitalen Zeitalter ist es zudem wichtig, analoge und digitale Texte sinnerfassend lesen und verstehen zu können.

Wir möchten Sie bei der Leseförderung in der Grundschule unterstützen. Mit praktischen Tipps, wie Sie die Lesekompetenz Ihrer Schülerinnen und Schüler verbessern, ihre Lesemotivation wecken und Leseerfolge erreichen können.

Lernen Sie unsere digitale Leseförderung Leseo kennen

Mit unserer Leseplattform Leseo motivieren Grundschullehrkräfte Kinder zum Lesen, fördern sie individuell und verbessern die Lesekompetenz ihrer Schüler/-innen.

  • Online-Bibliothek mit über 130 spannenden Büchern in 5 Lesestufen (Erzähl- und Sachtexten, Märchen) und abwechslungsreichen interaktiven Aufgaben
  • übersichtliche Auswertung zu Schüleraktivität und Lernfortschritt, direkte Feedback-Funktion für lernförderliche Rückmeldungen
  • flexibel einsetzbar: in der Schule, zu Hause oder unterwegs
  • Tools für Leseanfänger wie Silbenfärbung, Vorlesefunktion oder Leseschieber

Unsere Empfehlung für die zusätzliche, lehrwerkunabhängige Leseförderung

Wichtige Begriffe rund um die Leseförderung kurz erklärt

Lesekompetenz beschreibt die Fähigkeit, Texte zu verstehen, zu nutzen und über sie zu reflektieren mit dem Ziel, Wissen aufzubauen und eigene Potenziale weiterzuentwickeln. Dies ermöglicht wiederum eine Teilhabe an der Gesellschaft. Lesekompetenz ist ein aktiver Prozess, bei dem das Gelesene verarbeitet und Textinhalte mit eigenem Vorwissen abgeglichen und verknüpft werden.

Damit Leseförderung gelingen kann, sollte die Lernausgangslage der Kinder möglichst genau ermittelt werden. Es ist wichtig zu wissen, auf welcher Stufe der Leseentwicklung ein Kind aktuell steht. Daraus können Sie die nächsten Lernschritte und Lernangebote ableiten, um das Kind weiterzubringen. Mögliche Verfahren: informelle Einschätzung (z.B. eigene Beobachtungen, Lernstandstest, Lernentwicklungshefte) oder standardisierte Verfahren zur Einordnung in eine Referenzgruppe (Tests oder Screening-Verfahren).

Leseflüssigkeit ist die Fähigkeit, die Wort- und Satzerkennung zu automatisieren und eine Textmenge in einer bestimmten Zeit mühelos korrekt zu lesen. Die Leseflüssigkeit sollte gefördert werden, wenn ein Kind erheblich langsamer und stockender liest, als es spricht, oder viele unkorrigierte Lesefehler macht. Zu trainieren sind die Wort-, Satz- und Textebene. Häufiges, regelmäßiges Lesen ist dabei wichtig. Methoden, um die Leseflüssigkeit zu trainieren, bauen auf das Prinzip des lauten und wiederholenden Lesens auf, z.B. Lesen in Lautlesetandems, Echolesen, Lückenlesen.

Ein Kind, das einen Text flüssig liest, erfasst diesen nicht automatisch inhaltlich. Die Fähigkeit des Textverstehens muss durch die Anwendung von Lesetechniken unterstützt werden. Lesestrategien ermöglichen, neue Texte mit unbekanntem Inhalt zu erschließen und den inhaltlichen Zusammenhang eines Textes zu begreifen. Lesestrategien werden häufig nach Phasen unterschieden: vor dem Lesen - Vermutungen über den Text anstellen aufgrund der Überschrift oder von Bildern, Vorwissen zum Thema und zur Textart aktivieren; während des Lesens - Unterstreichen, Randnotizen erstellen, Wörter im Kontext erschließen, Fachsprache erklären; nach dem Lesen - Text zusammenfassen, Sachtext in eine grafische Darstellung übertragen, Nachdenken über das Gelesene mit anderen.

Unser Tipp: Setzen Sie Lesestrategien fächerübergreifend ein, z. B. auch bei Sachaufgaben im Mathematikunterricht oder beim Lesen von Sachtexten im Sachunterricht.

Die Lesemotivation hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler. Ohne Lesemotivation keine Lesekompetenz und umgekehrt.

Unterschieden wird zwischen der intrinsischen Lesemotivation (aus eigenem Antrieb kommend) und extrinsischen Lesemotivation (von außen kommend). Die intrinsische Lesemotivation ist geleitet von persönlichen Interessen oder der individuellen Freude am Lesen. Es ist daher wichtig, bei den Kindern eine positive Einstellung zum Lesen zu erwirken und das Lesen als eine unterhaltsame, informative Bereicherung zu sehen. Interessante, kindgerechte Themen und abwechslungsreiche Aufgabenformate sind daher wichtig für die Lesemotivation.

Zudem sind lernförderliche Rückmeldungen wichtig, z.B. durch eine Selbstkontrolle mit Lösungen, systemisches Feedback bei digitalen Medien und natürlich die persönliche Resonanz der Lehrerinnen und Lehrer.

Digitale Medien gehören heute zum Alltag, Kinder und Jugendliche nutzen in Schule und Freizeit analoge und digitale Medien. Analoge und digitale Lesekompetenz sowie Medienkompetenz müssen daher gleichermaßen geschult werden. 

Aus diesem Grund sollte auch die Leseförderung multimedial gestaltet werden. Leserinnen und Leser müssen heute auch über ein breites multimediales, lesestrategisches Wissen verfügen. Klassische Printmedien und neue digitale Leseformate (z.B. Lesetexte auf der Leseplattform Leseo) stellen unterschiedliche Herausforderungen an das Lesen. Im Unterricht ist daher ein Mix aus analogen und digitalen Angeboten zur Leseförderung sinnvoll.