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  5. 1. Bedienen und Anwenden
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Bedienen und Anwenden

Kompetenzbereich 1

Damit Schülerinnen und Schüler lernen, digitale Medien sinnvoll und reflektiert zu nutzen, müssen sie sie natürlich erst einmal richtig bedienen und anwenden können. Das gilt sowohl für die aktive Mediennutzung – angefangen vom Schreiben einer E-Mail bis zum Erstellen eines Videos –, als auch für den passiven Konsum von Medien – wie lesen oder Filme anschauen. Im Kompetenzbereich Bedienen und Anwenden befassen Sie und Ihre Schülerinnen und Schüler sich mit diesen technischen Fähigkeiten.

1.1 Medienausstattung (Hardware): Computer, Tablet & Co.

Hardware wie Computer, Tablet, Smartphone oder Digitalkamera kennen die meisten Kinder und Jugendlichen heute schon recht gut. Sie als Lehrkraft können ihnen jedoch darüber hinaus vermitteln, für welchen Bedarf sie welches Gerät am sinnvollsten nutzen, wofür sich welches eignet und wofür eher nicht. 
In Ihrem Unterricht können Sie Sie Kinder und Jugendliche außerdem dabei unterstützen, gewissenhaft mit der Hardware umzugehen, um nicht versehentlich wichtige Daten zu löschen oder sich Viren herunterzuladen. Sie können mit ihnen Fragestellungen erarbeiten und das Thema Hardware aus einem neuen Blickwinkel betrachten.


1.2 Digitale Werkzeuge: Software, Apps und Lerntools

Es gibt heute zahlreiche digitale Werkzeuge, also Softwareprogramme, Anwendungen und Services auf dem Rechner oder Laptop sowie Apps auf Smartphone oder Tablet. Sie können Ihren Schülerinnen und Schülern beibringen, welche Werkzeuge sie unbedingt kennen sollten, wofür und wie sie sie kreativ, reflektiert und zielgerichtet zum Lernen nutzen können. 
Sie selbst können digitale Werkzeuge für die Organisation von Unterrichtsabläufen einsetzen. So gibt es z.B. Apps, mit denen Sie in wenigen Schritten ein Quiz, Themenralleys oder Führungen zu unterschiedlichen Fragestellungen erstellen können. Viele Schülerinnen und Schülern motivieren solche digitalen Mittel zusätzlich zum Lernen, wie Studien zeigen.


1.3 Datenorganisation: Suchen und finden

Ihre Schülerinnen und Schüler sollen Informationen, Zahlen oder weiterführende Links schließlich nicht nur sicher speichern können. Sie müssen sie auch später unter all den angesammelten Daten wiederfinden. Nur so können sie sie tatsächlich auch nutzen, um z.B. eine Hausaufgabe zu erledigen oder eine Präsentation zu erstellen. In Ihrem Unterricht bringen Sie ihnen bei, abgerufene Dateien in digitalen Ordnern zusammenzufassen, zu organisieren und strukturiert aufzubewahren. Sie können mit ihnen außerdem erarbeiten, welche Möglichkeiten es gibt, Daten sicher von verschiedenen Orten aus abzurufen. Sogenannte Cloudspeicher sind dafür zwar bequem, aber die Daten sind nicht immer geschützt. Im Unterricht können Sie erläutern, worauf Ihre Schülerinnen und Schüler dabei achten sollten.


1.4 Datenschutz und Informationssicherheit: Sichern und schützen

Datenschutz und Informationssicherheit spielen dabei eine zentrale Rolle. Datenschutz meint den Schutz der eigenen Daten: Wer digitale Geräte und Medien nutzt, muss sicher sein können, dass der Anbieter (z.B. ein soziales Netzwerk oder ein Online-Shop) persönliche Daten nicht ohne Erlaubnis verwendet oder preisgibt. Informationssicherheit umfasst Vertraulichkeit und Schutz der eigenen Daten vor Manipulationen oder dem unerlaubten Zugriff Dritter. Sie können in Ihrem Unterricht den Schülerinnen und Schülern beibringen, ihre Daten und Informationen zu schützen, indem sie beispielsweise sichere Passwörter erstellen und nutzen. Medienkompetenz beinhaltet darüber hinaus, dass Ihre Schülerinnen und Schülern ebenso verantwortungsvoll mit fremden Daten wie privaten Fotos, Adresse oder Telefonnummer umzugehen lernen.