Diagnose und Fördern – Mit Learning Design zum besten Bildungsprodukt

Interview mit Meika Mirus, Learning Design & Research | Cornelsen

Viele Menschen mit unterschiedlichsten Arbeitsschwerpunkten sind daran beteiligt, dass hervorragende Bildungsmedien entstehen können. Eine wichtige Rolle gerade bei digitalen Produkten spielt dabei das Learning Design. Meika Mirus stellt im Interview ihre Aufgaben und Ziele vor.

Bild: Meika Mirus

Was ist Learning Design und wie kann es Schule besser machen?
Als Learning Designerin achte ich darauf, die didaktische Expertise mit in den Produktentwicklungsprozess einzubringen. Gemeinsam mit den Fachredaktionen und dem Bereich ‚User Experience Design‘ kümmern wir uns darum, dass wir die besten Produkte und Angebote für die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler produzieren.

Wie geht man dabei konkret vor?
Die Lernprozesse, die ablaufen, die denken wir mit. Mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler schauen wir:  Was für Bedarfe haben sie, um genau den Lernerfolg zu erreichen, den sie erreichen sollen? Und bei den Lehrkräften: Was benötigen diese in ihrem Lehrprozess, um ihre Schülerinnen und Schüler unterstützen zu können?

Wie funktioniert das bei Diagnose und Fördern?
Bei ‚Diagnose und Fördern‘ geben wir den Lehrkräften eine Übersicht über die ganze Klasse zu bestimmten Kompetenzen. Sie sehen also, welche individuellen Kompetenzstände ihre Schülerinnen und Schüler haben, nachdem diese Lernstandsanalysen absolviert haben. Im nächsten Schritt zeigt ‚Diagnose und Fördern‘ außerdem an, welche Lernempfehlungen wir geben, also welches integrierte Lernmaterial am besten an den individuellen Lernstand anknüpft.

Wie einfach ist Diagnose und Fördern im Unterrichtsalltag nutzbar?
Bei ‚Diagnose und Fördern‘ haben wir das so konzipiert, dass jeder von überall zugreifen kann, da es webbasiert ist. Die Lehrkräfte können dieses Angebot das ganze Schuljahr über anwenden und immer dort und dann einsetzen, wenn sie Lernstände von ihren Schülerinnen und Schülern erheben wollen. Auch die Schülerinnen und Schüler selbst können übrigens ihren Lernstand individuell einsehen. Analysen haben gezeigt, dass man einen besseren Lernerfolg erreicht, wenn man sich selbst auch besser einschätzen kann. Und genau das ermöglichen wir bei ‚Diagnose und Fördern‘ durch transparente Lernstände und direktes Feedback.

Cornelsen Diagnose und Fördern
Mit dem Online-Tool Diagnose und Fördern kann der Lernstand der Schülerinnen und Schüler ohne großen Zeitaufwand überprüft werden. Nach der Lernstandsanalyse werden für die einzelnen Schülerinnen und Schüler passgenaue Lern- und Fördermaterialien zusammengestellt, mit denen sie selbstständig und im eigenem Tempo Lernlücken schließen und danach weiterlernen können. Leistungsstärkere werden mit vertiefenden Inhalten individuell gefordert. Für viele Cornelsen-Lehrwerke gibt es auch Diagnosen passend zum Schulbuch.
 


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