Schulleitungen eine Stimme geben
Die Cornelsen Schulleitungsstudie gibt Schulleitungen in Deutschland eine starke, öffentliche Stimme. Die repräsentative Studie des FiBS Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie unter Beteiligung von Prof. Dr. Klaus Hurrelmann zeigt: Deutschlands Schulen treiben Reformen voran – zum Teil bis an rechtliche Grenzen.
Schulen wollen verändern und gestalten

69 % der Schulleitungen in Deutschland sehen sich als visionäre Reformer:innen.
60 Prozent sind sogar bereit, rechtliche Vorgaben zu umgehen. Sie fordern mehr Autonomie, eine neue Form der Schulaufsicht und eine veränderte Lehrkräfteausbildung.

Bildungsforscher Klaus Hurrelmann
Die Schulleitungen sehen sich als Akteure des Wandels. Sie sind Rebellinnen und Rebellen und nehmen sich die Freiheit, mehr Selbständigkeit für ihre Schulen zu erkämpfen.
Schulen im Stress

An jeder zweiten Schule fehlen Lehrkräfte. Nach dem Personalmangel ist die Gesundheit von Lehrkräften und Schüler:innen zweitgrößter Stressfaktor für Schulen. Nahezu alle Schulleitungen (96 %) wünschen sich mehr multiprofessionelle Unterstützung, um psychischen Problemen und Erkrankungen ihrer Schüler:innen zu begegnen.
Perspektiven für mehr Gerechtigkeit

68 % der Schulleitungen halten das deutsche Schulsystem für ungerecht. Lösungen sehen sie im Startchancenprogramm, einer späteren Schulform-Differenzierung und in gebundenen Ganztagsschulen.
Digitalität und KI für mehr Lernerfolg

Für mehr Lernerfolg sind sich 78 % der Schulleitungen einig, dass verstärkt auf die Heterogenität der Schüler:innen eingegangen werden muss.
Künstliche Intelligenz wird für 66 % in Zukunft in der Schule selbstverständlich sein.
Von beruflichen Schulen lernen

Berufliche Schulen erweisen sich als "Hidden Champions" - sie gehen pragmatischer mit Personalmangel um und sind offener für Digitalisierung und KI.
84 % finden, dass Quer- und Seiteneinsteiger:innen die Lernangebote an ihrer Schule bereichern.

