Unterricht gestalten / 13.09.2021

{First Steps} Medienkompetenz in der Grundschule  

Digging deeper into data with Mr Mole

Unterricht unter Pandemiebedingungen hat den Gebrauch von digitalen Endgeräten nicht nur gerechtfertigt, sondern zwingend erforderlich gemacht. Die Medienkompetenz ist an den Schulen dadurch noch stärker in den Fokus gerückt. Durch die Vielzahl englischer Fachtermini in der digitalen Welt ist der Einstieg im Fach Englisch bestens anzusiedeln – insbesondere mithilfe des Medienpasses von Mr Mole: Let’s dig into data with Mr Mole’s digging licence!

Bild: Shutterstock.com/Monkey Business Images

Die Tatsache, dass Unterricht unter Pandemiebedingungen alle Parameter – von Präsenz- über Wechsel- bis hin zum Fernunterricht – umfasst, rechtfertigt nicht nur den Gebrauch von digitalen Endgeräten, sondern macht ihn auch zwingend erforderlich. Wer könnte die Welt der digitalen Medien besser vermitteln als Mr Mole? Also warum nicht einfach digging into data mit Mr Mole – damit die Suche nach Informationen im Internet kontrolliert und sicher abläuft – und Spaß macht!

Kulturelle Teilhabe

Es ist als kulturelle Teilhabe zu verstehen, Kindern die Möglichkeit zu eröffnen, die Welt der digitalen Medien kennenzulernen und im geschützten Raum des Schulunterrichts den verantwortungsvollen Umgang damit zu üben. Und wer könnte das besser vermitteln als Mr Mole?

Medienkompetenz

Medienkompetenz teilt sich in zwei Bereiche auf. Einerseits gilt es, die technische Terminologie und Bedienung der Soft- und Hardware zu beherrschen, andererseits muss der inhaltliche Bereich hinterfragt und mit Vorsicht den Verlockungen der Netzwelt widerstanden, müssen Informationen gefiltert und Meldungen kritisch betrachtet werden.

 Die Welt der Technik ist maßgeblich von englischen Fachtermini geprägt, weshalb das Unterrichtsfach Englisch einen soliden Einstieg in die Begrifflichkeiten der Medienwelt bietet.

Digging licence – der kleine digitale Führerschein

Mr Mole hat deswegen einen kleinen digitalen Führerschein (Mr Mole’s digging licence) vorbereitet, der den Einzug der digitalen Welt ins Klassenzimmer vereinfachen soll.

Für die Einführung in die Medienerziehung sind hier wichtige Informationen zusammengefasst, die Ihnen und der Klasse die Grundlagen strukturiert aufgearbeitet präsentieren und die Regeln und Fachausdrücke klar gliedern.

Security basics

Für die Lehrkraft steht vor allem die Sicherheit der Kinder sowie des Equipments im Mittelpunkt. Deshalb ist es wichtig, zertifizierte, geeignete Programme zu nutzen und einen Überblick zu behalten, mit welchen Bereichen des Internets bzw. mit welchen Programmen die Schülerinnen und Schüler sich gerade beschäftigen. Also bleiben auch Sie mobil und bewegen sich innerhalb des Klassenzimmers, um bewusst wahrzunehmen, was gerade vor sich geht und auf welchem Terrain sich Ihre Kinder bewegen.

Kinderschutzfilter

Eine kleine Hilfe ist es, auf den Endgeräten die Nutzungsberechtigungen der Schülerinnen und Schüler zu definieren. Suchen Sie dabei im Netz nach passenden Kinderschutzfiltern für Ihr Betriebssystem. Sie können den Zugriff auf den verschiedenen Endgeräten auch durch ein Passwort schützen, damit niemand kostenpflichtige Angebote nutzt.

Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser

Gerade bei jüngeren Kindern empfiehlt sich das Anlegen einer sogenannten „Whitelist“, um kindergefährdende Inhalte gänzlich auszusperren. Es lassen sich dann nur Internetseiten öffnen, die vorab von Ihnen in der „Whitelist“ freigegeben worden sind. Die Eintragungen können jederzeit geändert werden, um auch den sich verändernden Unterrichtsanforderungen und Anwendungsbereichen gerecht zu werden. Tabuisierte Themen anzusprechen ist allerdings das Maß der Dinge – Offenheit und Vertrauen sind der beste Schutz vor kindeswohlgefährdenden Inhalten.

Eltern stärken!

Geben Sie z. B. auf dem Elternabend die Anregung mit, dass Eltern das Gespräch mit Ihrem Kind suchen und auf Vertrauensbasis die Gefahren des Internets thematisieren sollten. Wenn sich ein Kind dessen bewusst ist, dass im Schadensfall Verständnis vorherrscht und nicht Sanktionen drohen, ist das sehr effektiv und senkt das Risiko, dass Tabus gebrochen werden.

Kindersuchmaschine

Eine adäquate Kindersuchmaschine ist zum Beispiel „Blinde Kuh“, die voreingestellt im Web-Browser keinen Zugang zu ungeeigneten Angeboten ermöglicht. Facebook oder nicht jugendfreie Inhalte etc. werden nicht verlinkt. Das gibt Ihnen Sicherheit und hält schon einmal den Rücken frei.

Datenschutz

Da der Browserverlauf von Folgenutzern einzusehen ist, empfiehlt es sich dringend, diesen zu löschen, wenn Sie z. B. Tablets in mehreren Klassen nutzen. Vermeiden Sie namentliche Registrierungen von Schülerinnen und Schülern mit persönlichen Daten, vor allem bei Anbietern, deren Programme oder Apps nicht auf deutschen Servern verwaltet werden und nicht DSGVO- oder EUDSGVO-konform sind.

Easy administration

Die bequemste Art, allen oben genannten Umständen gerecht zu werden, ist die zentrale Administration der schuleigenen Geräte mit einem geeigneten Verwaltungsprogramm. Damit lassen sich Kinderschutz, Nutzerrechte und Apps zentral aufspielen und Geräte nach dem Gebrauch zurücksetzen, sodass keine Vornutzerdaten einsehbar oder rückverfolgbar sind.

Software-Updates lassen sich dezentral ausführen und Sie können (unter dem Stichwort MDM) einmal erworbene Apps auf allen Ihren Geräten installieren. Ein Vorteil hierbei ist, dass Sie z. B. für die jeweilige Klassenstufen Profile anlegen können und den Schülerinnen und Schülern nur die zugewiesenen Apps oder Programme zur Verfügung stellen (Suchstichwort „Tablets administrieren“ und „MDM-Lösungen“).

More Sunshine, please!

Verschaffen Sie sich einen Überblick, welche Apps und Programme Sie für Ihren Unterricht benötigen. Spielerisches Üben, Vertiefen und Sichern von Grundlagenwissen bietet zum Beispiel die GrundschulTrainer-App von Cornelsen. Passgenau zu Ihrem Lehrwerk und zu jeder Klassenstufe wird für jede Unit der aktuelle Wortschatz in einem Übungspaket angeboten. Die abwechslungsreichen interaktiven Übungsformate zur Nutzung am Smartphone oder Tablet motivieren zum Lernen. Zudem bietet die App eine integrierte Audio-Spur, sodass die Kinder sich jederzeit an korrekten Sprachvorbildern orientieren können.

Unser Tipp: Die GrundschulTrainer-App 

Mit der GrundschulTrainer-App können die Kinder am Smartphone oder Tablet mit Spaß und Motivation Grundlagenwissen üben, vertiefen und spielerisch sichern. Passgenau zu ihrem Lehrwerk, für jedes Lehrwerk und jede Klassenstufe gibt es ein Übungspaket.

Und so geht's:

Einfach in den App-Store gehen und die Cornelsen GrundschulTrainer-App aufs Tablet oder Smartphone laden. Weiter geht’s dann in der GrundschulTrainer-App: Erst Lehrwerk, dann Klassenstufe aussuchen und das gewünschte Übungspaket oder die Demo installieren. Los geht’s – gleich ausprobieren und passgenau üben, überall.

Rituale

Eine gute Vorbereitung und ritualisiertes Arbeiten sind essentiell – damit geben Sie den Schülerinnen und Schülern Struktur und Sicherheit – und Sie behalten den Überblick.

Dazu gehören im Vorfeld festgelegte Regeln (s. KV 2), die koordinierte Ausgabe der Endgeräte sowie das Ausschalten des Displays, während Sie etwas erklären, damit wirklich alle zuhören. Teilen Sie möglichst den Bildschirm Ihres Tablets auf einem Monitor, damit die Kinder exemplarisch erst einmal dabei zuschauen können, was sie selbst im Anschluss ausführen sollen.

Know what you do!

Das Kennenlernen der Hardware sowie Funktion und Bedienung der Tablets sind wichtige Voraussetzungen, die den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld vermittelt werden sollten. Wenn diese Inhalte abgerufen werden können, gelingt die Arbeit und das Lernen mit dem Tablet selbstverständlich und spielerisch.

Uwe Becker ist Schulleiter, Lehrerfortbildner und als Autor bei Cornelsen tätig.

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