Was das Konzept der neuen Lehrwerkreihe unterwegs ausmacht
Mehrsprachigkeit, Zukunftskompetenzen, kooperatives Lernen und ready to teach
Egal ob fürs Studium, für eine Ausbildung oder für den ersten Job im Ausland, eine Voraussetzung gilt für all dies: Gute Kenntnisse in der fremden Sprache. Und die werden im Unterricht und mit den passenden Materialien vermittelt. Dazu braucht es neben professionellen und engagierten Lehrkräften Lehr- und Übungsbücher, die den aktuellen Stand der Forschung auf dem Gebiet des Fremdsprachenlernens widerspiegeln, die auch die Lebensrealität der Teilnehmenden abbilden, die auf Prüfungen vorbereiten, gemeinsames Lernen und Kommunikation fördern und Zukunftskompetenzen vermitteln. Mit anderen Worten: Die Lehrreihe unterwegs.

Warum dieses Buch?
Das neue Lehrwerk unterwegs begleitet Lernende auf ihrem Weg durch Alltag, Uni und Beruf in der gesamten D-A-CH-L-Region. Erprobte Methoden zur Vermittlung von Grammatik, Wortschatz und Lernstrategien werden in der neuen Lehrwerkreihe durch viele digitale Tools, durch Interaktionsübungen zur gemeinsamen Auseinandersetzung mit der Sprache, durch die Nutzung verschiedener Lern- und Übungswege und durch gezieltes Prüfungstraining ergänzt.
Dabei erfüllt das DaF-Lehrwerk für junge Erwachsene ein wichtiges Versprechen: eine verlässliche Progression über alle Niveaustufen hinweg. Im Frühjahr 2026 sind die Teilbände A2.1 und A2.2 erschienen. Im Sommer folgen die Teilbände B1.1 und B1.2, direkt danach die Bände für die Mittelstufe. Wichtig für die Lehrkräfte ist schließlich das Konzept „ready to teach“, denn unterwegs kann ohne großen Vorbereitungsaufwand sofort im Unterricht eingesetzt werden.
Lebensrealität
Die Themen der jeweils 16 Einheiten pro Band orientieren sich eng an der Lebensrealität junger Erwachsener, etwa, wenn es im Einstiegsband A1.1 um Freizeitaktivitäten geht, um das Essen oder um Verabredungen. Oder auch darum, Kursstatistiken zu erstellen: Wie viele Stunden pro Tag nutzen Sie das Smartphone? Wie oft in der Woche treffen Sie Freundinnen und Freunde? Wie oft im Monat gehen Sie ins Kino? Wie oft in der Woche machen Sie Sport? Dabei richtet sich das Lehrwerk gleichermaßen an Studierende wie an Auszubildende und überträgt alle Inhalte in einen universitären und in einen beruflichen Kontext, ein Lehrbuch Deutsch also für Beruf und Studium.
Mehrsprachigkeit
Ein zentrales Merkmal des Lehrwerks ist der bewusste Umgang mit Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt, schließlich verfügen die Lernenden über vielfältige sprachliche Ressourcen und individuelle Erfahrungen, an die sich anknüpfen lässt. Sprachvergleichende Aufgaben sollen das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede schärfen. Lernende werden dazu angeregt, Inhalte für andere aufzubereiten, zusammenzufassen oder zwischen Sprachen zu vermitteln. Da heißt es zum Beispiel: Welche Sprachen gibt es in Ihrem Kurs? Welche Sprachen sprechen Sie? Oder: Ihre Freundin / Ihr Freund versteht kein Deutsch. Lesen Sie den Text und berichten Sie der Person in einer gemeinsamen Sprache: Was ist das Thema? Was sind die wichtigsten Informationen?
Dazu kommt: Diese Wertschätzung aller Sprachen – und nicht nur der Prestigesprachen wie Englisch oder Französisch - stärkt Motivation, Selbstvertrauen und Identität der Lernenden. „Ich bin sehr stolz auf diese beiden ersten Titel“, betont Dagmar Garve, die als Senior-Redakteurin maßgeblich an der Entwicklung der Bände A1 und A2 beteiligt war. Ich mag das Storytelling und den konsequent kulturreflexiven Ansatz der Reihe. Außerdem finde ich auch die Cover sehr gelungen, da sie verdeutlichen, was das Lehrwerk ausmacht: Wir zeigen eine hohe Diversität und wecken Emotionen.“
Gemeinsam lernen
„Empirische Studien zeigen, dass die allermeisten Teilnehmenden besser durch Interaktion lernen“, erklärt Mitautor Jens Magersuppe. Das schlägt sich auch im didaktischen Ansatz von unterwegs nieder. Lernende werden dazu angeregt, gemeinsam zu lernen, auch mit digitalen Tools, etwa indem sie kooperative Aufgaben mit der App erledigen. Im Unterricht wird das kooperative Arbeiten an Projekten trainiert – eine Fähigkeit, die auf dem globalen Arbeitsmarkt essenziell ist.
Prüfungsrelevanz
„Ich bin ein großer Fan von Tests - nicht im Sinne von ‚Jetzt siehst du, was du alles nicht kannst‘, sondern als Lernfortschrittskontrolle. Man sollte den Unterricht auch nicht damit überfrachten, aber die Lernenden brauchen dieses Feedback. Und moderne Lehrwerke bieten hierfür auch Selbsttests an“, erklärt Jens Magersuppe. So gibt es am Ende jeder Einheit von unterwegs eine Selbstevaluation und nach jeweils vier Einheiten steht ein gezieltes Prüfungstraining.
Zukunftskompetenzen
Das Thema Zukunftskompetenzen hat auch im DaZ- und DaF-Unterricht an Bedeutung gewonnen. Längst reicht es im Sprachunterricht nicht mehr aus, Grammatik und Wortschatz zu vermitteln, geht es doch darum, Zusammenhänge in einer globalen, komplexen Welt zu verstehen, um dann auch entsprechend agieren zu können. So integriert unterwegs beispielsweise nicht bloß digitale – insbesondere KI-gestützte – Tools zur Unterstützung des Spracherwerbs, sondern fördert auch die digitalen Kompetenzen durch sukzessive Reflexion der genutzten Medien und Tools.
Länderspezifisch
Spaß machen auf jeden Fall die vielen Hinweise auf die länderspezifischen Wörter im deutschsprachigen Raum. Etwa, dass die Straßenbahn in Österreich Tram und Bim in der Schweiz heißt. Oder das Paket in der Schweiz Päckli genannt wird und in Österreich Packerl.
Ready to teach
„Bei unserem Fach handelt es sich um ein komplexes Handwerk. Die verschiedenen Lernzugänge zu kennen, das Wissen zu haben, wie eine Sprache ins Gehirn gelangt und dort auch bleibt und wie ich als Lehrkraft dies in den unterschiedlichen Stufen und mit unterschiedlichsten Teilnehmenden erreichen kann, ist letztlich eine äußerst anspruchsvolle Aufgabe“, betont Jens Magersuppe. Gut, wenn die Lehrkräfte dann bei der Vorbereitung des Unterrichts entlastet werden. Und genau das gehört auch zum Konzept von unterwegs: Dank gut strukturierter Inhalte und digitaler Zusatzmaterialien für hybriden und interaktiven Unterricht bleibt der Vorbereitungsaufwand für Lehrende überschaubar. Ihr Fokus kann auf der Interaktion mit den Lernenden liegen. Mit anderen Worten: unterwegs ist „ready to teach“.

