Besser lernen / 03.08.2020

Die wichtigsten Infos zum Auslandsjahr (2)

Träger, Voraussetzungen, Finanzierung

Im zweiten Teil wird es konkreter: Welche Bedingungen musst du erfüllen? Gibt es Finanzierungshilfen? Wie findest du das richtige Programm bzw. den richtigen Anbieter? Und kannst du dir das Geld nicht sparen und das Ding einfach selbst organisieren? Die Antworten findest du hier.

Bild: Shutterstock.com/Gaspar Janos

Gibt es Finanzierungshilfen?

5.000 bis 15.000 Euro für ein paar Monate im Ausland sind natürlich eine ganze Stange Geld. Wer die Finanzierung privat nicht stemmen kann, kann sich nach Unterstützung umsehen: Es gibt verschiedene Stipendienprogramme und ggf. auch die Möglichkeit, BAföG als Auslandsförderung in Anspruch zu nehmen. Der Haken an der Sache ist allerdings: Die Nachfrage nach den Stipendien ist groß und auch bei der Auslandsförderung sind die Voraussetzungen ziemlich streng. Trotzdem lohnt es sich natürlich, dich einfach mal schlau zu machen, ob du für eine entsprechende Finanzspritze in Frage kommst.

Muss ich für ein Auslandsjahr bestimmte Bedingungen erfüllen?

Die genauen Voraussetzungen variieren – sie sind abhängig vom Bundesland und von der Organisation, für die du dich entscheidest. Für das klassische High School Jahr musst du meist zwischen 14 und 19 Jahren alt und natürlich auch noch Schüler an einer deutschen Schule sein. Sprachkenntnisse sind außerdem nicht nur sinnvoll, sondern oft auch eine feste Bedingung. Meist ist auch der Notendurchschnitt ein Faktor. Informiere dich bei den Anbietern, die dir sympathisch sind, am besten direkt selbst – noch bevor du deinem kleinen Bruder für ein paar Monate mehr Platz versprichst.

Bei den meisten Organisationen wirst du übrigens ein Bewerbungsverfahren durchlaufen. Nach dem Einschicken deiner Bewerbungsunterlagen kommen meist auch noch ein Bewerbungsgespräch zum besseren Kennenlernen und ein Sprachtest auf dich zu.

Gibt es Bewerbungsfristen bei den Trägern?

Ja, die gibt es – und sie unterscheiden sich teilweise doch ordentlich. Damit du keine Frist verpasst, kümmerst du dich also besser frühzeitig und holst die nötigen Infos ein. Ein Jahr vorher sollte es für eine entspannte Planung am besten sein. Nicht umsonst heißt es oft, ein Auslandsjahr umfasse eigentlich drei Jahre: ein Jahr für die Vorbereitung, eins im Ausland und eins für die Nachbereitung (oder Wiederholung des Schuljahrs). Aber keine Panik – dass es sich lohnt, weißt du ja schon aus Teil 1 dieser Reihe.

Wie finde ich die richtige Organisation?

Grundsätzlich gibt es viele Anbieter – neuere, aber auch sehr etablierte. Einige sind breiter aufgestellt, andere sind Spezialisten für einzelne Länder. Wenn du ein Wunschland im Auge hast, recherchierst du am besten in den bekannten Suchmaschinen, welche Organisationen hier ein Auslandsjahr anbieten. Wenn du noch völlig offen bist, kannst du erst mal allgemein nach Trägern suchen und schauen, welche Anbieter dir sympathisch sind.

Einen Auszug über mögliche Anbieter mit Auslandsprogrammen findest du zum Beispiel hier: http://www.auslandsjahr.org/auslandsjahr-organisationen.html. Auch der Fokus hat vor einiger Zeit einmal eine Liste erstellt – inklusive der Bewerbungsfristen: http://www.focus.de/familie/schule/unterricht/ausland/lernen-im-ausland-schueleraustausch_id_2161149.html. Mit ein bisschen Recherche wirst du noch viele weitere Infos finden.

Guck auf jeden Fall auch in entsprechende Foren und lies nach, was ehemalige Schüler über die Organisation und den Auslandsaufenthalt zu sagen haben. Ein verärgerter Kommentar muss natürlich noch nichts heißen. Wenn du aber viele kritische Berichte und negative Erfahrungen im Web findest, sollten bei dir die Alarmglocken angehen.

Die seriösen Anbieter haben gute Websites und Informationsmaterialien, in die du dich ausführlich einlesen kannst. Auch telefonisch beantworten dir gute Träger gerne und kostenlos deine Fragen. Stöber ein wenig, vergleiche und nutze die Möglichkeit, anzurufen und dich beraten zu lassen. So hast du sicherlich schnell ein entsprechendes Bauchgefühl.

Nicht kostenlos, aber dafür völlig "unparteiisch" ist außerdem der unabhängige Beratungsdienst von weltweiser. Hier kannst du dich mündlich, schriftlich oder persönlich beraten und dir auch gleich Vorschläge zuschicken lassen. Die jeweiligen Gebühren findest du hier gelistet. Sie werden übrigens vollständig als Stipendien ausgeschüttet – damit sich noch mehr Jugendliche ein Auslandsjahr machen können.

Und weil sich auch diese Frage immer wieder stellt, kommen wir zum letzten Punkt in unserer FAQ-Liste:

Kann ich das Ganze nicht auch einfach selbst organisieren?

Innerhalb Europas ist das ggf. noch machbar. Mithilfe von Jugendwerken, Vereinen und Verbänden, die sich für die Völkerverständigung starkmachen, kannst du mit deiner Familie die Organisation dann vielleicht selbst in die Hand nehmen. Spätestens außerhalb Europas solltest du aber wirklich auf die Erfahrung von Experten zurückgreifen. Von der Gastfamilie bis zum Visum soll schließlich an wirklich alles gedacht sein.

Die etablierten und erfahrenen Anbieter sind außerdem ordentlich "krisenerprobt": Wenn es vor Ort Probleme gibt oder du beispielsweise partout nicht mit deiner Gastfamilie zurechtkommst, stehen dir die Profis mit Rat und Tat zur Seite. Und das gibt sicherlich nicht nur deiner Mama direkt ein viel besseres Gefühl.

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