Schule gestalten / 11.09.2019

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik "alle für EINE WELT für alle"

Kreative Schulprojekte zu den Themen der UN-Nachhaltigkeitsziele gesucht

Armut bekämpfen, Bildung stärken, allen Menschen den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen – das sind drei Beispiele für die Ziele, die sich die UN-Staaten bis 2030 gesetzt haben. Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik "alle für EINE WELT für alle" ruft Schülerinnen und Schüler dazu auf, eigene Projekte für mehr Nachhaltigkeit auf die Beine zu stellen.

Bild: Kreativ Konzept Agentur für Werbung GmbH


Das Wettbewerbsthema lautet: "Meine, deine, unsere Zukunft?!" Lokales Handeln – globales Mitbestimmen. Dabei stehen die 17 Ziele der UN für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) thematisch im Fokus des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik. Bis zum 2. März 2020 können Schulen, Klassen und Schülerteams jeden Alters ihre Beiträge einreichen, die sich mit den Themen der UN-Nachhaltigkeitsziele auseinandersetzen – von nachhaltigem Konsum und fairem Handel über Biodiversität und den Schutz der Ozeane bis hin zu Geschlechtergerechtigkeit und Bekämpfung von Armut.

Initiator des Wettbewerbs ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Unterstützt wird der Wettstreit um die besten Ideen von mehreren Partnern, darunter der Cornelsen Verlag, das Deutsche Medikamentenhilfswerk action medeor, die Christoffel Blindenmission, die Kindernothilfe und Plan International Deutschland.

Der Kreativität freien Lauf lassen

Texte, Filme, Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder digitale Arbeiten – der Fantasie sind bei der Gestaltung der Beiträge keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass der Wettbewerbsbeitrag das Ergebnis eines gemeinsamen Lernprozesses zeigt, in dem Themen der Entwicklungszusammenarbeit differenziert bearbeitet wurden. Ein paar Beispiele aus den Vorjahren verdeutlichen die Bandbreite: Schüler in Wuppertal haben sich anhand eines alltäglichen Gegenstands wie einem Schuh mit Lebensbedingungen in den Ländern des Globalen Südens beschäftigt. Eine andere Klasse hat zusammen mit geflüchteten Menschen ein bilinguales Kochbuch erstellt. Und eine Schülerfirma hat sich zusammen mit Partnerschulen in Nicaragua und Barcelona mit fairem Handel auseinandergesetzt.

Im aktuellen Wettbewerb lassen sich Projekte vielfältig anpacken. Zentrale Zukunftsthemen sollen dabei ebenso identifiziert werden wie die politischen Prozesse zu ihrer Gestaltung. Die Beiträge können sich zum Beispiel mit wichtigen Zukunftsfragen beschäftigen, bei denen Schülerinnen und Schüler mitbestimmen können, darunter zum Beispiel globale Folgen des Klimawandels, Verschmutzung der Meere, soziale und ökologische Produktion von Konsumgütern oder die Auswirkungen kultureller Vielfalt auf das zusammenleben in einer Gesellschaft. Aber auch um Aspekte aus Forschung und Wissenschaft kann es gehen.

Selbstwirksamkeit stärken

Vor allem sollen die Schüler ermutigt werden, selbst aktiv zu werden, die Initiative zu ergreifen und nachhaltig zu handeln. Kompetenzen wie Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit und die Fähigkeit zu einer demokratischen Debatten- und Streitkultur rücken hierbei in den Fokus, um die Kinder und Jugendlichen zum Handeln im Sinne der Agenda 2030 der Vereinten Nationen zu befähigen.

Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler aller Schulformen der Klassen 1 bis 13. Sie können Beiträge im Klassenverband erarbeiten und einreichen, aber auch in Teams, Arbeitsgemeinschaften oder Lerngruppen. Außerdem besteht die Möglichkeit, dass ganze Schulen teilnehmen, indem sie zeigen, dass sie sich mit ihrem Schulprofil für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit starkmachen. Auch deutsche Schulen im Ausland dürfen mitmachen.

Der Lernprozess zählt

Dabei geht es nicht vorrangig darum, im Wettbewerb mit einem perfekten Ergebnis zu glänzen, denn der intensive Lernprozess während der Beschäftigung mit dem Thema ist genauso wichtig. Nicht nur aus der eigenen Perspektive auf das Thema zu blicken, sondern sich in Menschen in anderen Ländern, Kontinenten und Lebenssituationen hineinzuversetzen, ist ein langjähriger Fokus des Wettbewerbs. Klischees aufzubrechen und eigene Haltungen infrage zu stellen – je stärker dies während des Arbeitsprozesses geschieht, umso besser.

Dafür können sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte auch Partner an die Seite holen, etwa durch einen Schüleraustausch oder durch Exkursionen und Diskussionen mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs).

Viele Preise zu gewinnen

Bis zum 2. März 2020 können die Beiträge eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es über einhundert Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro. Dabei werden Schulen, die sich erfolgreich für den Schulpreis bewerben, mit Geldpreisen im Gesamtwert von 25.000 Euro ausgezeichnet. Die Beiträge werden von einer fachkundigen Jury in einem zweistufigen Verfahren bewertet. Vorsitzende der Jury ist Heidi Weidenbach-Mattar, Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik 2019/2020:

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