Besser lernen / 05.06.2020

Zehn Stilmittel zur Textanalyse

Texte analysieren und erörtern

Ob gesprochen oder geschrieben: Überall kommen sprachliche Mittel zum Einsatz – von der Alliteration bis zum Vergleich. Alle rhetorischen Figuren können wir natürlich nicht in einen Artikel stopfen. Aber diese zehn sind eine gute Basis, um mit deinem Wissen zu glänzen!

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Uralt und trotzdem noch ganz aktuell: Stilmittel sind überall

Okay, okay: Dass du erst mal diverse Fachbegriffe auswendig lernen musst, um rhetorische Figuren sicher erkennen und benennen zu können, ist vielleicht etwas nervig. Sie sind aber nicht umsonst schon seit der Antike in Gebrauch.

Jedes Stilmittel hat eine bestimmte Wirkung, zum Beispiel Anschaulichkeit, besondere Betonung oder das Erzeugen von Spannung. In öffentlichen Reden, in Texten aller Art und auch in der Werbung sind die Sprachmittel darum immer noch und immer wieder sehr beliebt – und es lohnt sich, die kleinen Sprachtricks zu (er-)kennen.

1. Alliteration

Die Alliteration ist das vielleicht bekannteste Stilmittel. Sie besteht aus mindestens zwei aufeinanderfolgenden Worten, die den gleichen Anfang haben. Wichtig dabei: Es geht nach Klang. "Mathe macht mich müde!" ist also genauso eine Alliteration wie der "komische Charakter" in deiner Lieblingsserie oder der "kindische Clown" auf dem Geburtstag deiner kleinen Schwester.

2. Anapher

Bei der Anapher wiederholen sich die Worte an zwei aufeinanderfolgenden Satz- bzw. Versanfängen. Beispiel gefällig? Bitte sehr: "Ich liebe es, früh aufzustehen. Ich liebe es, in die Schule zu geh’n."

3. Euphemismus

Der Euphemismus ist eine Beschönigung, durch die etwas Unangenehmes umschrieben oder "nett verpackt" wird. Deine Chemie-Klausur z. B. hast du nicht komplett vergeigt – sie ist "nur etwas suboptimal gelaufen"

4. Hyperbel

Die Hyperbel übertreibt. Mit ihr wird aus zwei Aufgaben in Mathe und Englisch "ein Berg von Hausaufgaben", bei dem du dich unmöglich noch um den Abwasch kümmern kannst.

5. Vergleich

Der Vergleich verknüpft zwei Bedeutungsbereiche, indem er die Gemeinsamkeiten herausstellt. Ein gutes Indiz ist oft das Wörtchen "wie": "Auf die Ferien bin ich diesmal ja echt heiß wie Frittenfett."

6. Metapher

Die Metapher verknüpft zwei Bereiche, die wir sonst nicht unbedingt miteinander verbinden. Wichtig: Die Begriffe müssen gleichgesetzt werden. "In der Klasse riecht es wie im Pumakäfig!" ist keine Metapher, sondern nur ein ganz simpler Vergleich. "Mit meiner Hausaufgabe habe ich den Nagel auf den Kopf getroffen!" und "Heute konnte ich locker dem Klassenbesten das Wasser reichen!" sind dagegen Metaphern.

7. Oxymoron

Das Oxymoron verknüpft etwas, das sich eigentlich ausschließt. Die letzte Stunde vor den Ferien ist für dich vielleicht bittersüß oder du willst dich nach Schulschluss erst schnell ausruhen, bevor du deine Hausaufgaben machst.

8. Parallelismus

Den Parallelismus erkennst du an der Wiederholung im Satz(auf)bau. Das passende Beispiel: "Die Kreide bricht, der Lehrer flucht."

9. Rhetorische Frage

Die rhetorische Frage ist eher eine Scheinfrage – denn jeder kennt die Antwort. "Wer will schon sitzenbleiben und eine Klasse wiederholen?" wäre hier ein gutes Beispiel.

10. Tautologie

Die Tautologie ist sozusagen doppelt gemoppelt: Hier wird etwas doppelt formuliert, entweder durch Wiederholung eines Wortes oder durch ein sinngleiches Wort. Etwa: "Das hab ich nie und nimmer bis zur Klausur drauf."

Dieses Beispiel haben wir natürlich nur zu Veranschaulichungszwecken gebracht – mit Stilmitteln kennst du dich jetzt schließlich bestens aus. Im folgenden Artikel erfährst du, wie du einfach und Schritt für Schritt eine Textanalyse oder eine Erörterung schreiben kannst und was die Unterschiede zwischen einer Analyse und Erörterung sind. Jetzt kann nichts mehr schiefgehen!

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Quellen: In Anlehnung an:

www.duden.de

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