Michael Piek

Schulleiter am Joseph-DuMont-Berufskolleg

Zur Person: Michael Piek ist Schulleiter am Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln. Neben seiner Lehrertätigkeit ist er zudem Autor vieler Schulbücher für Außenhandelsberufe oder Automobilkaufleute. Sein größter Wunsch ist es, dass alle Schülerinnen und Schüler an seiner Schule bestmöglich auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet werden.

Worauf kommt es beim Lehrersein an? Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Michael Piek: „Authentizität und absolute Hingabe für den Beruf. Schülerinnen und Schüler merken sofort, ob man nur einen „Job“ macht oder seine Aufgabe mit Leidenschaft und Engagement erledigt. Gleichzeitig muss man als Lehrer auch die Offenheit mitbringen, auf neue Entwicklungen und Erkenntnisse, insbesondere in der Lern- und Hirnforschung, entsprechende Schlussfolgerungen für sein Handeln als Lehrer zu ziehen.“

Was sind derzeit Ihre größten Herausforderungen?
Michael Piek: „Schule als einen Ort des Lernens für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und auch erfahrbar zu machen. Dabei darf Schule aber auch nicht die technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen übersehen, vielmehr müssen diese aktiv in den Schulentwicklungsprozess mit einbezogen werden.“

Was ist Ihr inneres Anliegen?
Michael Piek: „Mir gefällt überhaupt nicht, dass in der Bildungspolitik fast ausschließlich über Strukturen von Schulen gesprochen wird, aber so gut wie nie das eigentliche Kerngeschäft von Schule, der Unterricht und das damit verbundene Lernen, im Mittelpunkt der Diskussion steht. Hier könnten wir viel mehr für alle Schülerinnen und Schüler erreichen, wenn das WIE des Lernens stärker im Focus stehen würde und nicht nur ständig der Rahmen für das Lernen betrachtet würde.“

Was begeistert Sie immer wieder aufs Neue?
Michael Piek: „Wenn ich nach drei Jahren Unterricht auf der Berufsschule bei meinen Schülerinnen und Schüler feststelle, dass sich die vielen einzelnen Bausteine des Lernens zu einem ganzheitlichen Verständnis für berufliche Zusammenhänge zusammenfügen, sie Probleme ganzheitlich lösen und sie ein hohes Maß an beruflicher Handlungskompetenz erworben haben.“