Die bereits in der ersten Trump-Administration offen zutage tretende „America-first“-Politik der USA erfährt in seiner zweiten Amtszeit eine bedenkliche Verschärfung, die sich teils in nationalistisch-imperialistischen Tönen, Ambitionen und Aktionen äußert. Die erratisch anmutende Zollpolitik bedeutet eine bewusste Abkehr von der regelbasierten internationalen Handelsordnung (vgl. WTO) und stellt die EU nicht zuletzt aufgrund ihrer Unabsehbarkeit – die USA sind der wichtigste Handelspartner der EU – vor große strategische Herausforderungen. Verstärkt werden diese durch das bislang zwar verlässlichere, gleichwohl jedoch vielfach intransparente Agieren des zweitgrößten Handelspartners, China (vgl. bspw. die Subventionspolitik). Im Ergebnis kann man sich des Eindrucks kaum erwehren, dass beide Handelspartner nach eigenen Regeln spielen – hat die EU als Verfechterin einer regelbasierten internationalen (Handels-)Ordnung hier das Nachsehen? (Wie) Kann sie sich gegen die USA und China behaupten? Dieser Leitfrage nimmt sich das Arbeitsblatt an.