1. Cornlesen Verlag
  2. Empfehlungen
  3. Medienkompetenz
  4. Kompetenzbereiche
  5. 2. Kommunizieren und Kooperieren
Bild: Shutterstock.com/Africa Studio

Kommunizieren und Kooperieren

Kompetenzbereich 2

Im Kompetenzbereich Kommunizieren und Kooperieren thematisieren Sie, welche digitalen Kommunikationsmittel es gibt und wofür sich welches Gerät und welche App am besten eignet. Sie können mit Ihren Schülerinnen und Schülern ausarbeiten, wie sie (digitale) Medien effektiv und verantwortungsvoll nutzen und worauf sie achten müssen, um sicher zu kommunizieren. Bestimmte Online-Softwareprogramme lassen sich zudem gut dafür nutzen, um mit anderen zusammenzuarbeiten, gemeinsam beispielsweise Präsentationen oder Tabellen zu erstellen. Auch darum geht es in diesem Medienkompetenzbereich.

 

2.1 Interagieren: Was, wofür und mit wem eigentlich?

Computer, Tablet & Co.
Hardware wie Computer, Tablet, Smartphone oder Digitalkamera kennen die meisten Kinder und Jugendlichen heute schon recht gut. Sie als Lehrkraft können Ihren Schülerinnen und Schülern jedoch darüber hinaus vermitteln, für welchen Bedarf sie welches Gerät am sinnvollsten nutzen, wofür sich welches eignet und wofür eher nicht.  In Ihrem Unterricht können Sie sie außerdem dabei unterstützen, gewissenhaft mit der Hardware umzugehen, um nicht versehentlich wichtige Daten zu löschen oder sich Viren herunterzuladen.


Durchblick behalten 

Kommunikations- und Kooperationsprozesse im Internet sind heute komplex, es gehen ständig neue Apps online, immer wieder ändert sich, welche Dienste oder Sozialen Netzwerke gerade bei Kindern und Jugendlichen angesagt sind. Um miteinander zu kommunizieren, können sie eine E-Mail schreiben oder über unterschiedliche Social-Media-Plattformen chatten. Sie können das mit einzelnen Personen oder auch in Gruppen tun. In Ihrem Unterricht können sich die Schülerinnen und Schüler beim Austausch zu einem bestimmten Thema damit auseinandersetzen, dass sich nicht alle medialen Dienste immer gleich gut eignen, welche Rolle die Privatsphäre dabei spielt und dass auch der Adressat wichtig ist bei der Wahl des Kommunikationsmittels.


2.2 Teilen: Fremdes fürs Eigene nutzen

Als Lehrkraft können Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern üben, wie sie Dateien, Links und Informationen mit anderen teilen. Dabei können Sie ihnen zugleich nahebringen, eigene, vor allem aber fremde Inhalte kenntlich zu machen und Textpassagen korrekt zu zitieren. Dafür gibt es bestimmte Standards, die auch Kinder und Jugendliche schon kennen und beachten sollten und die Sie gemeinsam mit ihnen im Unterricht anwenden können. Dazu gehört z. B., direkte Zitate in Anführungszeichen zu setzen, indirekte hingegen in den Konjunktiv. Manchmal reicht es, den Namen des oder der Zitierten direkt im Text zu nennen, in anderen Fällen sind (zusätzlich) Fußnoten erforderlich. Wenn Sie all das üben, geben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern zugleich ein Wissen weiter, das sie auch später immer wieder brauchen, etwa für Hausarbeiten in der Berufsschule oder beim wissenschaftlichen Arbeiten im Studium.


2.3 Zusammenarbeiten: Gemeinsam lernen

Schon Kinder und Jugendliche sollten wichtige Kommunikations- und Kooperationsregeln kennen und einhalten. Sie sind ein wichtiger Teil der Medienkompetenz. Mithilfe von Web-Apps wie Office Online oder EtherPad, auf die mehrere Nutzer über das Internet gleichzeitig zugreifen können, können Sie im Unterricht gemeinsam Dokumente, Tabellen oder Präsentationen erstellen und bearbeiten. Bei solch kollektiven Aufgaben lernen Ihren Schülerinnen und Schüler zugleich, wie wichtig es ist, zu kooperieren und sich an bestimmte Regeln zu halten.


2.4 Umgangsregeln kennen und einhalten: Virtuelle Kommunikation mit realen Menschen

Auch wenn man sein Gegenüber beim digitalen Austausch normalerweise nicht sieht, sitzt auf der anderen Seite ein Mensch, der fair und mit Respekt behandelt werden will. Diese Botschaft können Sie Ihren Schülerinnen und Schülern im Unterricht vermitteln. 

Menschen, die sich anonym in Internetforen an Diskussionen beteiligen oder Medienberichte kommentieren, vergreifen sich leider immer wieder im Ton und werden schnell beleidigend. Sogenannte Internet-Trolle sind geradezu davon getrieben, Online-Foren zu stören und die Teilnehmer z.B. durch Hasskommentare zu provozieren. Schon Schülerinnen und Schüler sollten deshalb wissen, welche ethischen Prinzipien im Netz gelten und welche kulturell-gesellschaftlichen Normen es gibt.


2.5 An der Gesellschaft aktiv teilhaben: Vom Ich zum Wir

Wie nutzen Kinder und Jugendliche mediale Dienste und Produkte, um aktiv an der Gesellschaft teilzuhaben? Die Kommunikation und Kooperation in der Gesellschaft ist ein wichtiger Aspekt der Medienkompetenz, den Sie in Ihren Unterricht integrieren können. Zum Beispiel können Sie mit Ihren Schülerinnen und Schülern über den Unterschied zwischen öffentlichen und privaten Diensten reden. So können Sie sich darüber klar werden, welche Informationen sie lieber gezielt über E-Mail an eine oder mehrere ausgewählte Person(en) schicken und welche sie öffentlich teilen wollen. Sie können im Unterricht auch darüber reden, wie sich Ihre Schülerinnen und Schüler mit digitalen Mitteln an gesellschaftlichen Diskussionen beteiligen können.