Kurz & knapp
- Das Thema Wetter knüpft direkt an die Lebenswelt der Kinder an: Kinder erleben Wetter täglich und bringen eigene Beobachtungen mit. Dadurch lassen sich naturwissenschaftliche Inhalte anschaulich, motivierend und verständlich vermitteln.
- Die Inhalte werden über mehrere Klassenstufen schrittweise aufgebaut: In den Klassen 1 und 2 stehen Wetterbeobachtungen, grundlegende Wetterphänomene und einfache Wetterkalender im Vordergrund. In den Klassen 3 und 4 kommen Themen wie Wasserkreislauf, Wettermessung, Wettervorhersage und Klimawandel hinzu.
- Das Wetter eignet sich besonders für entdeckendes und fächerübergreifendes Lernen: Wetterprotokolle, Experimente und die Auswertung von Messdaten verbinden naturwissenschaftliches Arbeiten mit sprachlichen und mathematischen Kompetenzen. So wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern aktiv beobachtet, untersucht und angewendet.
Warum eignet sich das Wetter so gut als Thema in der Grundschule?
Was das Wetter als Thema so wertvoll macht, ist sein unmittelbarer Bezug zur Lebenswelt der Kinder. Jedes Kind hat täglich Wettererfahrungen – ob auf dem Schulweg, beim Sport oder im Urlaub. Dieser Alltagsbezug schafft Motivation und ermöglicht es, an vorhandenes Wissen anzuknüpfen. Gleichzeitig lernen Kinder, ihr Verhalten dem Wetter anzupassen: Was ziehe ich an? Ist heute ein guter Tag für den Ausflug? Bin ich bei Gewitter draußen sicher?
Wie ist das Thema „Wetter“ im Lehrplan der Grundschule verankert?
Das Wetter ist an der Grundschule als Thema ein fester Bestandteil des Sachunterrichts und zieht sich durch alle vier Grundschuljahre. In den meisten Bundesländern ist es dem naturwissenschaftlichen Lernbereich zugeordnet – etwa in Themenfeldern wie „Luft, Wasser, Wetter“, „Natur und Umwelt“ oder „Mensch und Umwelt“.
In den Klassen 1 und 2 steht das Wetter im Bezug zur unmittelbaren Erfahrungswelt im Mittelpunkt: Kinder beobachten das Wetter, lernen grundlegende Wetterphänomene kennen und beschreiben, was sie sehen und fühlen. Erste Wetterkalender und einfache Symbole helfen dabei, Beobachtungen festzuhalten.
In den Klassen 3 und 4 vertiefen sich die Inhalte zum Wetter: Nun werden Zusammenhänge erklärt – etwa wie Wolken entstehen, was der Wasserkreislauf ist oder wie Temperatur und Luftdruck zusammenhängen. Auch der Klimawandel und seine Folgen stehen zunehmend auf dem Programm – in altersgerechter Form.
Zentrale Inhalte zum Wetter im Überblick
Je nach Jahrgangsstufe und Bundesland variieren die Schwerpunkte. Folgende Themen gehören in der Regel zum Kernbestand des Wetterunterrichts in der Grundschule:
- Wettererscheinungen: Sonne, Regen, Wind, Schnee, Hagel, Gewitter
- Wolkenarten: Cumulus, Stratus, Cirrus – kindgerecht vermittelt
- Wasserkreislauf: Verdunstung, Kondensation, Niederschlag
- Wettermessung: Thermometer, Regenmesser, Windfahne, Windmesser
- Jahreszeiten und ihre typischen Wettermerkmale
- Wettervorhersage: Wie funktioniert sie, wer macht sie?
- Klimawandel: erste Einblicke in Ursachen und Auswirkungen
Methoden an der Grundschule: Wetter erforschen, beobachten, experimentieren
Das Thema Wetter eignet sich hervorragend für forschendes und entdeckendes Lernen. Statt reiner Wissensvermittlung stehen Beobachtung, Dokumentation und eigenes Experimentieren im Vordergrund – ganz im Sinne des naturwissenschaftlichen Arbeitens.
Besonders bewährt hat sich das tägliche Wetterprotokoll: Schülerinnen und Schüler beobachten das Wetter, tragen Symbole und Temperaturen in einen Wetterkalender ein und werten die Daten über Wochen hinweg aus. Diese Methode fördert nicht nur das Fachwissen, sondern auch Kompetenzen in Mathematik (Diagramme, Häufigkeiten) und Deutsch (Beschreiben, Berichten).
Darüber hinaus bieten sich an:
- Experimente im Klassenzimmer: z. B. Wolken im Glas, Regenmesser selbst bauen, Windstärke messen
- Forschungshefte: Kinder formulieren eigene Fragen und dokumentieren ihre Entdeckungen
- Ausflüge: Besuch einer Wetterstation oder eines Meteorologischen Instituts
- Digitale Medien: Wetterberichte analysieren, Wetter-Apps erkunden
Tipp: Lehrkräfte können anhand des Themas „Wetter“ Lernumgebungen schaffen, in denen Kinder echte Forschende sein dürfen – mit dem Himmel als größtem Anschauungsobjekt. Im Sortiment von Cornelsen findet sich vielfältiges Material zur Unterstützung: Beliebte Lehrwerke für den Sachunterricht bieten sich an, aber auch spezielle Arbeitsblätter zum Thema Wetter – ob vorgefertigt oder individuell mit der cornelsen.ai gestaltet.
Weiteres fächerübergreifendes Potenzial
Das Thema „Wetter“ hat an der Grundschule viel Potenzial für fächerübergreifenden Unterricht. Im Deutschunterricht verfassen Kinder Wetterberichte oder Gedichte über den Regen. Im Mathematikunterricht werten sie Messdaten aus und erstellen Balkendiagramme. Im Kunstunterricht malen sie Wolkenbilder oder gestalten ein Wettermobile. Selbst im Musikunterricht lassen sich Wetterphänomene aufgreifen – etwa durch Klanggeschichten zu einem Gewitter.
Diese Vernetzung macht das Thema Wetter zu einem idealen Ausgangspunkt für projektorientiertes Arbeiten und fächerverbindende Unterrichtseinheiten.












