Kurz & knapp
- Das Thema Tiere im Winter vermittelt wichtige Naturzusammenhänge in der Grundschule: Kinder lernen, jahreszeitliche Veränderungen zu verstehen und grundlegende biologische Konzepte wie Anpassung und Überwinterung kennenzulernen. Gleichzeitig werden Beobachtungsfähigkeit, Empathie und ein erstes Verständnis für ökologische Zusammenhänge gefördert.
- Überwinterungsstrategien lassen sich anschaulich vergleichen: Schülerinnen und Schüler unterscheiden zwischen Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre und ordnen diese Strategien typischen heimischen Tieren zu. So erkennen sie, wie unterschiedlich Tiere auf Kälte, Nahrungsmangel und kurze Tage reagieren.
- Handlungsorientierte Methoden machen das Thema greifbar: Sortieraufgaben, Steckbriefe, Naturbeobachtungen und Bastelprojekte vermitteln die Inhalte altersgerecht und lebensnah. Dadurch können Kinder ihr Wissen nicht nur erwerben, sondern auch praktisch anwenden und vertiefen.
Tiere im Winter: Was wird an der Grundschule dazu vermittelt?
Was passiert mit Tieren, wenn es draußen kalt und dunkel wird? Schläft der Igel wirklich den ganzen Winter? Wo versteckt sich das Eichhörnchen? Und warum fliegen manche Vögel in wärmere Länder? Das Thema „Tiere im Winter“ knüpft in der Grundschule direkt an die Lebenswelt und die natürliche Neugier der Kinder an.
In den Lehrplänen der Klassen 1 bis 3 ist das Thema „Tiere im Winter“ fest verankert – häufig im Sachunterricht. Es bietet die Möglichkeit, grundlegende biologische Konzepte wie Anpassung, Überwinterungsstrategien und jahreszeitliche Veränderungen kindgerecht zu erschließen. Gleichzeitig werden Beobachtungsfähigkeit, Empathie und ein erstes Verständnis für ökologische Zusammenhänge gefördert – eine gute Vorbereitung auf die naturwissenschaftlichen Fächer.
Die drei großen Überwinterungsstrategien: Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre
Ein zentrales Lernziel im Sachunterricht ist die Unterscheidung der verschiedenen Überwinterungsstrategien heimischer Tiere. Für Grundschulkinder lassen sich diese anschaulich in drei Gruppen einteilen:
- Winterschlaf: Tiere wie Igel, Fledermäuse und Murmeltiere fallen in einen tiefen Schlaf. Herzschlag, Atmung und Körpertemperatur sinken stark ab. Sie fressen sich im Herbst Fettreserven an und erwachen erst im Frühling.
- Winterruhe: Manche Tiere im Wald, wie Eichhörnchen, Dachs und Waschbär, schlafen zwar viel, wachen aber bei wärmerem Wetter zwischendurch auf und fressen von angelegten Vorräten. Ihr Schlaf ist weniger tief als beim Winterschlaf.
- Winterstarre: Kaltblütige Tiere wie Frösche, Kröten, Schlangen und Eidechsen passen ihre Körpertemperatur der Umgebung an und erstarren bei Kälte. Sie verstecken sich im Schlamm, unter Steinen oder in Erdhöhlen.
Daneben gibt es Tiere, die aktiv durch den Winter kommen – wie Rehe, Wildschweine oder Rotkehlchen – sowie Zugvögel wie Schwalben und Störche, die in wärmere Regionen fliegen.
Tiere im Winter schützen lernen
Ein wichtiger Aspekt des Themas ist die Umweltbildung: Kinder an der Grundschule sollen nicht nur verstehen, wie Tiere den Winter überleben, sondern auch lernen, wie sie selbst zum Schutz der Tiere beitragen können.
Praktische Tipps für den Unterricht: Warum sollte man Laubhaufen im Garten nicht verbrennen? Warum darf man Igel nicht ins Haus holen? Warum ist es sinnvoll, Vögel im Winter zu füttern – und welche Nahrung ist geeignet? Solche Fragen regen zur Diskussion an und fördern verantwortungsvolles Handeln.
Aktionen wie das Aufhängen von Meisenknödeln oder das Bauen von Winterquartieren für Insekten lassen sich gut in den Unterricht einbinden und schaffen positive, nachhaltig wirkende Naturerfahrungen.
Tiere im Winter: Unterrichtsideen für die Klassen 1, 2 und 3
Um das Thema lebendig und altersgerecht zu gestalten, bieten sich vielfältige Aktivitäten an:
- Sortieraufgaben und Arbeitsblätter: Kinder ordnen Tiere den Kategorien Winterschlaf, Winterruhe, Winterstarre und Zugvögel zu – ideal für Klasse 1 und 2.
- Steckbriefe erstellen: Schülerinnen und Schüler recherchieren und schreiben Steckbriefe zu einzelnen Tieren – gut geeignet für Klasse 3.
- Bastel- und Bauprojekte: Nistkästen, Meisenknödel oder Igelunterkünfte bauen und aufhängen.
- Naturbeobachtungen: Tierspuren im Schnee suchen, Wintervögel am Fenster beobachten oder ein Vogeltagebuch führen.
- Bilderbücher und Geschichten: Kindgerechte Lektüren rund um den Winterschlaf eignen sich als Einstieg oder Vertiefung.
Tipp: Das Thema „Tiere im Winter“ ist perfekt für fächerübergreifendes Arbeiten. Im Deutschunterricht können Kinder Tiergeschichten schreiben oder Steckbriefe verfassen, im Kunstunterricht Winterlandschaften mit Tieren gestalten und im Mathematikunterricht Aufgaben rund um Schlafzeiten oder Vorratsmengen lösen.
Projekthefte für die Grundschule
Lernmaterial und Medien zum Thema „Tiere im Winter“ an der Grundschule
Neben klassischen Lehrwerken für den Sachunterricht und Arbeitsblättern zu Tieren im Winter eignen sich an der Grundschule folgende Materialien:
- Bildkarten und Poster mit heimischen Winterschläfern und Zugvögeln
- kindgerechte Sachbücher über den Winterschlaf und die Winterwelt der Tiere
- digitale Medien wie kurze Dokumentarfilme über Tiere im Winter oder Zeitrafferaufnahmen aus der Natur
Tipp: Die KI-Toolbox von Cornelsen, cornelsen.ai, unterstützt bei der Unterrichtsvorbereitung: Sie liefert Ideen für die Gestaltung einer Unterrichtsreihe zu Tieren im Winter und erstellt differenzierte Aufgaben für verschiedene Klassenstufen. Dabei greift sie auf die passenden Cornelsen-Lehrwerke zurück.














