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Kaufmännische Ausbildung
Bild: Shutterstock.com/Monkey Business Images

Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel

Voraussetzungen, Inhalte, Berufsperspektiven

Die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel vermittelt alle wichtigen Kenntnisse für eine erfolgreiche Karriere im internationalen Handel. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, wird zum Profi für grenzüberschreitende Geschäfte und lernt, Import- und Exportprozesse fachgerecht zu steuern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ausbildung "Kaufleute im Außenhandel" vermittelt umfassende Kenntnisse zu internationalen Warenströmen und Handelsprozessen. Auszubildende lernen, Import- und Exportgeschäfte zu steuern, rechtliche Vorgaben einzuhalten und weltweit mit Geschäftspartnern zu kommunizieren.
  • Die Ausbildung dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System unter dem offiziellen Titel "Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement". Die Fachrichtung Außenhandel spezialisiert auf internationale Geschäftsprozesse, während die Fachrichtung Großhandel den Handel großer Warenmengen fokussiert.
  • Kaufleute im Außenhandel haben vielfältige Karriereperspektiven in Industrie, Logistik und internationalem Handel. Weiterbildungen wie Fachwirt/in für Außenwirtschaft oder ein Studium im Bereich International Business eröffnen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten.

Was zeichnet die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel aus?

Die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel beschäftigt sich intensiv mit internationalen Handelsbeziehungen. Azubis lernen, wie Waren über Ländergrenzen hinweg eingekauft und verkauft werden, wie Zollbestimmungen einzuhalten sind und welche rechtlichen Rahmenbedingungen im internationalen Geschäft gelten.

Kaufmänner oder -frauen im Außenhandel arbeiten eng mit Lieferanten und Unternehmen aus verschiedenen Ländern zusammen und koordinieren den gesamten Warenfluss – von der Bestellung über den Transport bis zur Auslieferung.


Voraussetzungen für Beruf und Ausbildung

Für die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel wird in der Regel die Hochschulreife oder ein guter Realschulabschluss vorausgesetzt. Besonders wichtig sind gute Noten in Deutsch, Mathematik, Englisch und idealerweise einer weiteren Fremdsprache. Da der Beruf so international ausgerichtet ist, sind Sprachkenntnisse nämlich ein entscheidender Erfolgsfaktor. Zum Beispiel ist es ein großer Vorteil, sicher auf Englisch telefonieren zu können.

Neben den schulischen Voraussetzungen zählen auch persönliche Kompetenzen. Wichtige Eigenschaften sind:

  • Kommunikationsstärke und Verhandlungsgeschick
  • Organisationstalent und strukturierte Arbeitsweise
  • interkulturelle Kompetenz und Aufgeschlossenheit
  • Zahlenaffinität und wirtschaftliches Verständnis

Ablauf und Dauer der Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel

Die Ausbildung zum Kaufmann oder zur Kauffrau im Außenhandel dauert in der Regel drei Jahre und folgt dem bewährten dualen System: Die Ausbildung findet sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule statt. Der offizielle Ausbildungsberuf heißt „Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement“ und wird in zwei Fachrichtungen angeboten: In der Fachrichtung Außenhandel liegt der Schwerpunkt auf internationalen Geschäftsprozessen und dem Einkauf und Verkauf von Waren im internationalen Raum. Die Fachrichtung Großhandel konzentriert sich hingegen auf den Handel mit Waren in großen Mengen und deren Weiterverkauf an Einzelhandels-, Handwerks- oder Industriebetriebe. Die beiden Berufszweige haben viele Überschneidungen, weswegen sie unter einem Titel geführt werden.


Das lernt man in der Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel

In der Berufsschule stehen Fächer wie Handelsbetriebslehre, internationale Geschäftsprozesse, Wirtschaftsgeografie und Fremdsprachen auf dem Stundenplan. Auszubildende lernen, wie internationale Märkte funktionieren, welche Zahlungsmodalitäten im Auslandsgeschäft üblich sind und wie Risiken im internationalen Handel abgesichert werden können.

Im Betrieb setzen sie diese theoretischen Kenntnisse praktisch um. Zu den typischen Aufgaben gehören:

  • Bearbeitung konkreter Kundenanfragen aus dem Ausland
  • Erstellung von Angeboten in Fremdsprachen
  • Umgang mit Frachtpapieren und Zolldokumenten
  • Kommunikation mit Speditionen, Reedereien und Fluggesellschaften

Die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel ist längst in der digitalen Welt angekommen. Moderne E-Business-Plattformen, digitale Warenwirtschaftssysteme und automatisierte Bestandskontrollen gehören heute zum Arbeitsalltag. Auszubildende lernen, wie sie Online-Vertriebskanäle nutzen, elektronische Geschäftsprozesse abwickeln und mit mobilen Geräten Wareneingang und Bestände erfassen.

Tipp: Im Sortiment von Cornelsen gibt es passende Lehrwerke für Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement. Zudem halten wir nützliche Tipps für die Prüfungsvorbereitung für Groß- und Außenhandelskaufleute bereit.

Fachkunde

Karriereperspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel eröffnen sich vielfältige Berufsperspektiven, etwa in Export- und Importabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen, bei Speditionen oder bei internationalen Dienstleistern. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Auftragsabwicklung über das Kundenmanagement bis zur strategischen Markterschließung.

Zu möglichen Weiterbildungen zählen beispielsweise Fachwirt/in für Außenwirtschaft oder auch Betriebswirt/in. Auch ein Studium in Bereichen wie International Business, Außenwirtschaft oder Logistik bietet sich an und eröffnet zusätzliche Karrierechancen in Führungspositionen.


Passt die Ausbildung zum Kaufmann bzw. zur Kauffrau im Außenhandel zu mir?

Die Ausbildung für Kaufleute im Außenhandel ist ideal für alle, die sich für andere Kulturen begeistern. Wer Freude daran hat, mit Menschen aus verschiedenen Ländern zu arbeiten und dabei unterschiedliche Sprachen zu sprechen, findet hier den perfekten Einstieg. Auch wer gerne organisiert, Zahlen und Fakten im Blick behält und gleichzeitig kommunikativ ist, bringt beste Voraussetzungen mit. Die Ausbildung bietet eine spannende Mischung aus Zahlenarbeit, Kundenkontakt und internationaler Kooperation.

Wer noch unsicher ist, ob dieser Beruf der richtige ist, kann ein Praktikum in einem international tätigen Unternehmen absolvieren. So erlebt man den Arbeitsalltag hautnah und bekommt ein Gefühl dafür, ob der Beruf des Kaufmanns oder der Kauffrau im Außenhandel wirklich zu den eigenen Interessen und Stärken passt.

Tipp: Eine Ausbildung im Einzelhandel kann für Menschen geeignet sein, die lieber einen sehr persönlichen Kontakt zu Kundinnen und Kunden – zum Beispiel direkt im Laden – haben möchten.

Weitere Fragen

Was macht eine Kauffrau/-mann im Außenhandel?

Eine Kauffrau/-mann im Außenhandel koordiniert internationale Handelsprozesse von der Bestellung bis zur Auslieferung. Diese Personen erstellen Angebote in Fremdsprachen, bearbeiten Fracht- und Zolldokumente und kommunizieren mit internationalen Geschäftspartnern. Zusätzlich organisieren sie Transportwege und überwachen Lieferketten. Die Ausbildung "Kaufleute im Außenhandel" bereitet gezielt auf diese Aufgaben vor.

Wie heißt der Beruf "Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau" offiziell?

Der offizielle Ausbildungsberuf lautet "Kaufmann/-frau für Groß- und Außenhandelsmanagement". Dieser Titel umfasst beide Fachrichtungen: Großhandel und Außenhandel. In der Fachrichtung Außenhandel liegt der Schwerpunkt auf internationalen Geschäftsprozessen. Beide Bereiche werden aufgrund ihrer Überschneidungen unter einem Berufsbild zusammengefasst.

Wo arbeitet man als Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel?

Kaufleute im Außenhandel arbeiten in Export- und Importabteilungen von Industrie- und Handelsunternehmen. Weitere Einsatzorte sind Speditionen, internationale Logistikdienstleister oder Außenwirtschaftsabteilungen. Die Tätigkeiten reichen von Auftragsabwicklung über Kundenmanagement bis zu Marktanalysen. Auch Koordination von Transportwegen und Umgang mit internationalen Dokumenten gehören dazu.

Welche Fähigkeiten braucht man als Groß- und Außenhandelskaufmann/-frau?

Für Kaufleute im Außenhandel sind Kommunikationsstärke, Verhandlungsgeschick und Organisationstalent wichtig. Gute Englischkenntnisse und idealerweise eine weitere Fremdsprache erleichtern die internationale Zusammenarbeit. Zahlenaffinität und wirtschaftliches Verständnis unterstützen bei Kalkulationen und internationalen Geschäftsprozessen. Interkulturelle Kompetenz hilft, erfolgreich mit Partnern aus verschiedenen Ländern zusammenzuarbeiten.