Kurz & knapp
- Englisch vermittelt fünf zentrale Kompetenzbereiche: Der Englischunterricht an der Realschule fördert Hörverstehen, Sprechen, Leseverstehen, Schreiben und Sprachmittlung. Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Orthografie werden dabei immer im Zusammenhang mit kommunikativen Aufgaben aufgebaut.
- Die Inhalte entwickeln sich stufenweise von Klasse 5 bis 10: In den unteren Klassen stehen Alltagsthemen, Basiswortschatz und grundlegende Grammatik im Mittelpunkt. Später folgen komplexere Themen, differenziertere Sprachstrukturen sowie die gezielte Vorbereitung auf die Abschlussprüfung und das GER-Niveau B1.
- Digitale Medien stärken Sprachpraxis und Medienkompetenz: Lern-Apps, Online-Medien, Podcasts und Videos unterstützen das selbstständige Üben und den Kontakt mit authentischem Englisch. Gleichzeitig lernen Schülerinnen und Schüler, englischsprachige Quellen kritisch zu nutzen und digitale Inhalte reflektiert einzuordnen.
Welche Kompetenzen lernt man in Englisch an der Realschule?
Dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) folgend entwickeln Lernende ihre Fähigkeiten im Sprachunterricht in insgesamt fünf Bereichen:
- Englisches Hörverstehen und Hör-Sehverstehen: Die Schülerinnen und Schüler lernen, Gesprächen, Durchsagen, Hörtexten und audiovisuellen Medien wesentliche Informationen zu entnehmen. Dabei steigt der Schwierigkeitsgrad von einfachen, langsam gesprochenen Texten hin zu authentischen Materialien mit unterschiedlichen Akzenten.
- Sprechen (dialogisch und monologisch): Beim dialogischen Sprechen führen die Lernenden Gespräche, reagieren auf Gesprächspartner oder -partnerinnen und bewältigen Alltagssituationen sprachlich. Das monologische Sprechen umfasst zusammenhängende Äußerungen wie Präsentationen, Bildbeschreibungen oder das Berichten über Erlebnisse. Ziel ist eine zunehmend flüssige und situationsangemessene mündliche Ausdrucksfähigkeit.
- Leseverstehen auf Englisch: Die Lesekompetenz in Englisch an der Realschule ermöglicht den Zugang zu englischsprachigen Texten unterschiedlicher Art. Die Lernenden erschließen Sachtexte, literarische Texte und Gebrauchstexte, entnehmen ihnen gezielt Informationen und erfassen auch implizite Bedeutungen. Verschiedene Lesestrategien – vom überfliegenden bis zum detaillierten Lesen – werden dabei eingeübt.
- Schreiben: Im Kompetenzbereich Schreiben verfassen die Lernenden zunehmend eigenständig Texte verschiedener Textsorten. Das Spektrum reicht von kurzen Mitteilungen und E-Mails über Beschreibungen und Erzählungen bis zu argumentativen Texten und Bewerbungsschreiben. Dabei achten sie auf sprachliche Korrektheit, logischen Aufbau und adressatengerechte Formulierung.
- Sprachmittlung: Die Sprachmittlung – auch Mediation genannt – bezeichnet die Fähigkeit, Inhalte sinngemäß von einer Sprache in die andere zu übertragen. Es geht dabei nicht um wörtliches Übersetzen, sondern um das situationsangemessene Vermitteln wesentlicher Informationen. Diese Kompetenz ist besonders praxisnah und bereitet auf reale Kommunikationssituationen vor.
Allen Kompetenzen zugrunde liegen die sprachlichen Mittel: Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Orthografie. Sie werden nicht isoliert vermittelt, sondern stets im Kontext kommunikativer Aufgaben erworben und gefestigt. So entsteht ein solides sprachliches Repertoire, das die Lernenden flexibel einsetzen können.
Alle Kompetenzbereiche bauen sich spiralförmig über die Jahrgangsstufen hinweg auf, wobei die Anforderungen kontinuierlich steigen. Am Ende der Realschule bzw. mit Erreichen der Mittleren Reife sollen die Schülerinnen und Schüler in Englisch das Niveau B1 des GER haben. Sie sind damit in der Lage, sich in den meisten Alltagssituationen auf Englisch zu verständigen.
So macht Lernen Spaß!
Welche Themen kommen pro Jahrgangsstufe in Englisch an der Realschule vor?
Nach Jahrgangsstufen betrachtet entwickelt sich der Englischunterricht an der Realschule wie in folgendem Beispiel:
Klasse 5/6: Orientierungsstufe
- Anknüpfung an den Grundschul-Englischunterricht
- Alltagsthemen: Familie, Schule, Hobbys, Freunde
- grundlegende Grammatik: Zeiten (Simple Present, Present Progressive), Satzbau
- Aufbau eines Basiswortschatzes
- einfache Dialoge und kurze Texte
Klasse 7/8: Aufbaustufe
- Erweiterung der Themenfelder: Reisen, Medien, Umwelt, Berufswelt
- Vertiefung der Grammatik: Vergangenheitszeiten, Modalverben, Relativsätze
- längere Texte lesen und verfassen
- Landeskunde: Großbritannien, USA, Australien und weitere englischsprachige Länder
- Einführung in die Sprachmittlung
Klasse 9/10: Abschlussstufe
- komplexere Themen: Globalisierung, Arbeitswelt, interkulturelle Begegnungen
- Festigung aller Zeitformen und grammatischer Strukturen
- Prüfungsvorbereitung: Textproduktion, Hörverstehen, Leseverstehen
- Bewerbungen auf Englisch
- Vorbereitung auf die MSA-Abschlussprüfung in Englisch
Prüfungstraining für Englisch
Medienkompetenz und digitales Lernen in Englisch an der Realschule
Digitale Lern- und Lehrmedien eröffnen im Englischunterricht an der Realschule vielfältige Möglichkeiten, den Spracherwerb zu unterstützen und authentische Begegnungen mit der Fremdsprache zu schaffen. Der gezielte Einsatz digitaler Werkzeuge kann die Motivation steigern und individuelles Lernen fördern. Aufgrund des riesigen Angebots an englischsprachigen Inhalten, mit dem junge Menschen heute konfrontiert sind, ist die Medienkompetenz auf Englisch zudem eine besonders wichtige Fähigkeit.
- Digitale Tools: Eine Vielzahl von Lern-Apps und Lernplattformen unterstützt das Üben von Wortschatz, Grammatik und Aussprache. Die Programme ermöglichen beispielsweise spielerisches Vokabeltraining. Das digitale Angebot von Cornelsen umfasst u. a. E-Books zum jeweiligen Lehrwerk für Englisch an der Realschule.
- Online-Medien: Nachrichten-Websites wie BBC Learning English, Online-Zeitschriften oder Blogs ermöglichen Einblicke in den realen Sprachgebrauch. Lehrkräfte können aktuelle Themen aufgreifen und so den Unterricht lebensnah gestalten. Gleichzeitig lernen die Schülerinnen und Schüler, Quellen kritisch zu bewerten.
- Podcasts, Videos & Co.: Podcasts und Videos sind besonders geeignet, das Hörverstehen zu schulen und verschiedene Akzente kennenzulernen. Plattformen wie YouTube bieten zahlreiche Kanäle speziell für Englischlernende. Interaktive Übungen mit direktem Feedback ermöglichen selbstständiges Arbeiten im eigenen Tempo. Auch die Produktion eigener Podcasts oder kurzer Videos kann ein motivierendes Unterrichtsprojekt sein.










